Händler zufrieden: Guter Start ins Weihnachtsgeschäft
VON UWE REIMANN - zuletzt aktualisiert: 30.11.2009 - 07:10Düsseldorf (RPO). Trotz Regen-Intermezzo über Mittag zeigten sich die Händler zufrieden: Der erste von vier Weihnachtseinkaufs-Samstagen brachte ordentliche Ergebnisse. Staus blieben aus, die Parkhäuser waren voll, vor allem viele Niederländer kamen zum Shoppen.
Sollten manche Kaufleute schon schlimme Befürchtungen angesichts von Wirtschaftskrise und Dauerregen gehabt haben: Sie wurden vom ersten Adventssamstag positiv überrascht. Obwohl es mittags gut zwei Stunden Bindfäden regnete, ziehen viele Händler eine gute Bilanz des ersten der vier starken Verkaufssamstage vor Weihnachten. "Der Einzelhandel ist mit dem Verlauf des ersten Adventssamstags überwiegend zufrieden,", sagte der Geschäftsführer des Rheinischen Einzelhandelsverbandes, Rainer Gallus. Es gebe Anzeichen, dass das Ergebnis des Vorjahres mit einem Umsatz von rund 810 Millionen Euro in Düsseldorf erreicht wird, sagte Gallus.
Fast 100 niederländische Busse kamen an diesem Wochenende zum Shoppen nach Düsseldorf, bis Heiligabend werden es fast 1000 sein. Trotz der vielen Gäste blieb die Verkehrslage am Samstag relativ ruhig. Es kamen insgesamt mehr Besucher in die Stadt als an normalen Einkaufssamstagen, sagt die Polizei. Vor den Innenstadt-Parkhäusern gab es nur kurzzeitig Schlangen. 14 Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden (Vorjahr:13). Die Polizei verteilte mit 371 Knöllchen deutlich mehr als 2008 (175). Der Grund für diesen Anstieg: "Im Vorjahr sank die Zahl aus nicht erklärbaren Gründen rapide. Die jetzige Zahl mit 371 liegt so hoch wie in den Jahren davor", sagte Polizeisprecher Wolfgang Wierich. Gegen einen Autofahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet: Er hatte einen Parkausweis für Schwerbehinderte missbräuchlich benutzt.
Trend geht zu Markenprodukten
Vielleicht sind ja die beiden netten Damen im Bus der Rheinbahn ein Gradmesser für das Weihnachtsgeschäft am ersten Adventssamstag. Sie nehmen im Gepäckbus auf der Schadowstraßealle Tüten der Weihnachtseinkäufer an. Dort können es die Kunden dann später abholen, wenn es nach Hause geht. Am Samstag war der Bus immer gut gefüllt mit Tüten, Taschen und Beuteln. "Es wird gut genutzt wie im vergangenen Jahr, vor allem Holländer freuen sich drüber, denn das gibt es nicht im Nachbarland", erzählt Silke Päßler.
Viele Familien kauften auch ein statt sich nur zu informieren. Saturn-Geschäftsführer Dirk Henckel freute sich, dass viele sich zum Kauf für beispielsweise Hifi-Anlagen oder Haushaltsgeräte entschieden. "Es gibt einen Trend. Die Menschen entscheiden sich, ob sie etwas kaufen oder nicht. Und wenn sie es kaufen, legen sie lieber mehr Geld für Qualität an." Vor allem Markenprodukte seien immens gefragt.
Auch die Bekleidungshäuser waren zufrieden. "Wir haben Strickwaren, Wäsche, Hemden und Krawatten gut verkauft, Nur für die dicke Winterbekleidung muss es noch was kälter werden", sagte C&A-Sprecher Thorsten Rolfes. Er hofft aber vor allem auf das zweite Adventswochenende: "Dann haben alle Leute das Gehalt und das Weihnachtsgeld erhalten."
Darauf hoffen auch die Kaufleute an der Schadowstraße. Am Wochenende ärgerte sie nur der Regen, der große Wasserlachen auf den Gehwegen neben der Riesenbaustelle verursachte. "Da konnte man zwei, drei Stunden nicht langlaufen", erzählt Karin Bornemeyer vom gleichnamigen Textilhaus. "Die Stadt hatte uns versprochen, die Laufwege vor dem Wochenende zu asphaltieren, da sich das Wasser auf Schienen und in den Löchern sammelte. Ein Einkaufsbummel war da kaum möglich", kritisiert sie.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





