Düsseldorf: Gymnasien bleiben beliebt
VON GÖKÇEN STENZEL - zuletzt aktualisiert: 25.02.2010 - 07:52Düsseldorf (RPO). Geht es nach dem Wunsch der Eltern, kommen die Viertklässler aufs Gymnasium oder die Gesamtschule. Sowohl bei den Haupt- als auch bei den Realschulen gehen die Anmeldezahlen zurück. 100 Schüler sind noch nicht angemeldet.
Erstmals seit Jahren geht die Zahl der Anmeldungen bei den städtischen Realschulen zurück. 962 Viertklässler wurden bis gestern angemeldet, im Vorjahr waren es 1099. Die Werner-von-Siemens-Realschule liegt mit 129 weiter vorn, gefolgt von der Georg-Schulhoff-Schule (117) und der Realschule Benrath (96). Die Freiherr-vom-Stein-Schule, die im Vorjahr nur eine Klasse hatte bilden können, kommt nahezu aus eigener Kraft auf zwei Züge: 33 Anmeldungen – das sind nur drei zu wenig.
Das ergaben Recherchen unserer Redaktion; die kompletten, offiziellen Zahlen der Schulverwaltung werden erst heute veröffentlicht. Die Anmeldefristen für die weiterführenden Schulen sind am Dienstag zu Ende gegangen. Allerdings: Rund 100 Viertklässler sind bisher noch nirgends angemeldet – üblich für die Jahreszeit, wie Schuldezernent Burkhard Hintzsche bestätigt.
Das Gymnasium bliebt weiterhin beliebt. Mindestens 1800 der 4000 Viertklässler sollen zum Gymnasium, wobei das Erzbischöfliche St. Suitbertus mit 215 Anmeldungen Spitzenreiter ist. Angenommen werden 128. "Die Nachfrage ist natürlich eine Bestätigung unserer Arbeit", sagt Schulleiterin Claudia Haupt, die die Kaiserswerther Schule im zweiten Jahr führt.
"Aber eben auch eine Verpflichtung." Von den städtischen Gymnasium bleibt das Humboldt in Pempelfort vorne (195), etwa gleichauf mit dem evangelischen Theodor-Fliedner-Gymnasium (191). Das Erzbischöfliche St. Ursula-Gymnasium in der Altstadt zählt laut Schulleiter Michael Baltes 182 Interessierte; es kann 153 Schüler aufnehmen.
Zu den beliebtesten städtischen Gymnasien zählen außerdem Annette-von-Droste-Hülshoff -(Benrath), Comenius- (Oberkassel), Marie-Curie- (Gerresheim) und Goethe-Gymnasium (Düsseltal). Sie haben jeweils um die 140 Anmeldungen.
Gegenüber dem Vorjahr zugelegt haben die vier städtischen Gesamtschulen, wobei Hulda-Pankok mit Abstand am stärksten nachgefragt ist (302). Insgesamt haben Eltern von 818 Schülern versucht, ihre Kinder auf einer Gesamtschule unterzubringen, voriges Jahr waren es 799. 281 mussten abgelehnt werden.
"Von diesen abgelehnten Schülern sind bei uns bisher keine angekommen", sagt Klaus-Peter Vogel, Sprecher der Hauptschulleiter. "Wir gehen aber davon aus, dass noch einige aus diesem Rücklauf bei einer Hauptschule ankommen." Und: Auch unter den 100 nicht Angemeldeten seien sicher noch Hauptschüler, daher seien die Zahlen noch nicht definitiv. Insgesamt sind bisher 318 Viertklässler an den zwölf Hauptschulen angemeldet, im Vorjahr waren es 331, davor noch 375.
Nach Recherchen unserer Redaktion sind die katholische Hauptschule St. Benedikt (68) und die Montessori-Hauptschule Lindenstraße (52) nachgefragt. Bisher nicht ausreichend sind die Zahlen an der Diepen- und an der Schmiedestraße (zehn, beziehungsweise 14) sowie an der Fritz-Henkel-Schule (14), die lange ohne Schulleitung war. 18 Schüler sind zur Bildung einer Klasse nötig.
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