Medienhafen: "Hafenperle" insolvent
VON WOLFGANG BERNEY - zuletzt aktualisiert: 29.05.2010 - 15:22Düsseldorf (RPO). Die "Hafenperle", vor zwei Jahren im Medienhafen im ehemaligen mk-2 Club eröffnet, ist ein Schmuckstück. Das allerdings jetzt einen dicken Kratzer bekommen hat. Wie die Handelsauskunft Tüffers berichtet, übernimmt bei der Betreibergesellschaft "Die Hafenratten GmbH" erst einmal Rechtsanwalt Paul Fink das Ruder – im Rahmen eines Insolvenzverfahrens.
Damit hatte keiner gerechnet: Sowohl der Geschäftsführer Lazaros Arachovitis, Ex-Chef des "Kytaro" an der Grafenberger Allee, wie die Gesellschafter Malte Wienbreyer, der in seinem "Eigelstein" an der Hafenstraße das Kölsch nach Düsseldorf gebracht hatte, und Mikdat Aydin Kirici ("Bazzar") gelten als ebenso erfolg- wie ideenreiche Gastrofachleute.
Der Betrieb in der "Hafenperle" läuft derzeit in vollem Umfang weiter. Das Restaurant, auf Fischgereichte spezialisiert und mit einer Theke für Außer-Haus-Verkauf ausgestattet, fand von Anfang an hohes Lob. Nicht nur wegen des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses, sondern ebenso wegen des Ambientes mit Wänden als Wellenrelief, digitale Aquarien, schickem Designermobiliar und einer großen Außenterrasse. Viele Gäste waren begeistert vom modern-maritimen Flair.
Rechtsanwalt Fink über die Hintergründe: "Es gibt mehrere Ursachen, warum die GmbH in Schwierigkeiten geraten ist. Einmal haben die Betreiber offenbar die Größe des Lokals mit seinen inklusive der Terrasse 400 Plätzen unterschätzt. Es gab zudem Probleme im Servicebereich. Die Terrasse lief nicht so gut wie erwartet. Vom großen abgetrennten Raucherbereich haben die Betreiber sich einen Standortvorteil erhofft. Dass das Gesetz zum Schutz der Nichtraucher auch für andere Lokale so großzügig gehandhabt wird, damit habe keiner rechnen können. Derzeit ist der Insolvenzverwalter dabei, die Höhe der Überschuldung zu ermitteln. Er hofft, dass die "Perle" noch zu retten ist. Wichtig für ihn: "Die Löhne und Gehälter des Personals werden weiterhin bezahlt."







dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.