Ski-Weltcup in Düsseldorf: Hanna Kolb holt Platz 11, Männer enttäuschen
zuletzt aktualisiert: 03.12.2011 - 14:18Düsseldorf (RPO). Für die deutschen Männer war beim Ski-Weltcup in Düsseldorf im Viertelfinale Endstation. Der Norweger Ola Vigen Hattestad holte den Sieg im Sprint. Für das beste deutsche Resultat beim Heim-Weltcup sorgte Hanna Kolb mit Platz 11.
Bei Wind und Regen haben die deutschen Ski-Langläufer auch beim Heim-Weltcup in Düsseldorf eine Top-Ten-Platzierung verpasst. Ein unglücklicher elfter Platz der deutschen Zukunftshoffnung Hanna Kolb, dazu das frühe Aus von Josef Wenzl - die Athleten des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) mussten sich beim Ski-Spektakel am Rheinufer mit einer Nebenrolle begnügen. Stattdessen triumphierten der Norweger Ola Vigen Hattestad und die Amerikanerin Kikkan Randall.
Dabei wäre insbesondere für Kolb mehr drin gewesen, doch nach einem Fahrfehler war der Traum vom Final-Einzug beendet. Die 20-Jährige war mit ihrem rechten Stock an der Bindung hängen geblieben und geriet dadurch aus dem Gleichgewicht. "Das Finale wäre drin gewesen. Ich habe mich super gefühlt", sagte die frühere WM-Dritte der Juniorinnen. Ihre Teamkollegin Lucia Anger (Oberstdorf) war im Viertelfinale ausgeschieden.
Gleiches galt auch bei den Männern für Josef Wenzl (Zwiesel), der 2007 den bislang einzigen deutschen Sieg in Düsseldorf geholt und im Prolog noch die drittbeste Zeit erzielt hatte. Doch im Viertelfinale war für Wenzl mit Platz vier genauso Endstation wie für seine Teamkollegen Sebastian Eisenlauer (Sonthofen), Daniel Heun (Gersfeld) und Tim Tscharnke (Biberau).
Behle: "Bin ganz zufrieden"
Das Fazit von Bundestrainer Jochen Behle fiel trotzdem positiv aus. "Ich bin ganz zufrieden. Wir hatten schon lange nicht mehr vier Männer in den Viertelfinal-Läufen. Und der dritte Platz von Wenzl im Prolog hat gezeigt, dass der Speed da ist. Bei den Frauen hätte ich gerne noch eine dritte Läuferin im Viertelfinale gehabt, dennoch war es ein gutes Ergebnis", sagte Behle.
Insbesondere für Wenzl, der seinen Viertelfinal-Lauf defensiv angegangen war, wäre mehr drin gewesen. "Unsere Männer haben die Geschwindigkeit unterschätzt. Durch den Wind war das Tempo auf der Zielgeraden so hoch, dass sie nicht mehr vorbeifahren konnten", analysierte Behle. So landete Wenzl als bester Deutscher auf Rang 17.
Dauerregen erschwerte die Bedingungen
Ohnehin herrschten in Düsseldorf schwierige Bedingungen. Durch den Dauerregen am Morgen wurde die Strecke richtig glatt. Am besten meisterten Hattestad und Randall die Bedingungen. Hattestad siegte im Finale der Männer über 1,7 Kilometer vor dem Russen Alexej Petuchow und seinem Landsmann Paal Golberg. Randall verwies bei den Frauen auf der 900-Meter-Distanz die Russin Natalia Matwejewa und Laurien van der Graaf aus der Schweiz auf die Plätze.
Weiter geht es am Sonntag mit den Entscheidungen im Teamsprint der Männer und Frauen. Dass es zum Jubiläum - der Langlauf-Weltcup gastiert zum zehnten Mal in Düsseldorf - aber einen deutschen Sieg gibt, ist unwahrscheinlich.
STATISTIK
Weltcup, Ski Langlauf, Düsseldorf (GER): 1,7 km, Freistil, Herren:
1. Ola Vigen Hattestad (Norwegen) 2:57,5 Min.; 2. Alexej Petuchow (Russland); 3. Paal Golberg (Norwegen) alle +0,1; 4. Anssi Pentsinen (Finnland) +1,6; 5. Teodor Peterson (Schweden) +2,3; 6. Federico Pellegrino (Italien) +7,4.
Weltcup, Ski Langlauf, Düsseldorf (GER): 0,9 km, Freistil, Damen:
1. Kikkan Randall (USA) 1:44,6 Min.; 2. Natalia Matweewa (Russland) +0,4; 3. Laurien van der Graaf (Schweiz) +1,0; 4. Chandra Crawford (Kanada) +1,2; 5. Hanna Brodin (Schweden) +1,9; 6. Riikka Sarasoja-Lilja (Finnland) +14,4; (Halbfinale) 7. Mona-Lisa Malvalehto (Finnland); 8. Maiken Caspersen Falla (Norwegen); 9. Mia Eriksson (Schweden); 10. Ingvild Flugstad Östberg (Norwegen); 11. Hanna Kolb (Buchenberg); ...(Viertelfinale) 30. Lucia Anger (Oberstdorf); (Qualifikation) 33. Sandra Ringwald (Schonach im Schwarzwald); 37. Denise Herrmann (Oberwiesenthal).
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