"Kein Pardon - das Musical": Hape Kerkeling sucht Musical-Darsteller
VON JUTTA LAEGE - zuletzt aktualisiert: 29.06.2011 - 15:09Düsseldorf (RP). 18 Kilo hat Comedian Dirk Bach in den vergangenen zehn Monaten abgenommen. Dennoch ist sein Markenzeichen, der kugelrunde Bauch, unterm Glückshasen-T-Shirt immer noch deutlich zu erkennen. Für seine nächste Rolle, passt die Figur aber ganz genau.
Bach spielt den Fernsehmoderator Heinz Wäscher in dem Hape-Kerkeling-Musical „Kein Pardon“. Und ist damit schon zum zweiten Mal dabei. Im Film von 1993 stand er als Hardy Loppmann allerdings noch ganz im Schatten der Titelfiguren Wäscher, dargestellt von Heinz Schenk und Peter Schlönzke, gespielt von Hape Kerkeling. Jetzt wird er das neue „Moderations-Monster“, wie Drehbuchautor und Comedy-Kollege Thomas Hermanns erklärt. Und Bach will dabei durchaus Anleihen beim inzwischen verstorbenen Heinz Schenk nehmen. „Ich werde das auf Hessisch fortführen“, grinst er.
Gestern trafen sich die Macher des Musicals im Capitol Theater, um sich die anzuschauen, die für ein Musical unerlässlich sind: 30 Tänzerinnen und Tänzer hatten unter Anleitung von Choreographin Natalie Holtom zwei Stücke einstudiert - und mussten zeigen, was in ihnen steckt. Aus den so genannten „Auditions“ werden acht Frauen und vier Männer fürs Ensemble ausgewählt. Und diese 30 hatten schon jede Menge Konkurrenz hinter sich gelassen. „1500 Leute haben sich beworben“, berichtete Maik Klokow. Geschäftsführer von „Mehr Entertainment“, das die Produktion nach Düsseldorf bringt. 500 wurden eingeladen.
Die letzten 30 machen die Jobs unter sich aus. „Das Niveau ist wahnsinnig hoch“, befand Regisseur Alex Balga. Und Thomas Hermanns pflichtete ihm bei, dass die Jury es schwer haben werde bei so vielen hervorragenden Kandidaten. „Es ist furchtbar!“ stöhnte er, war aber gleichzeitig begeistert von dem Spaß, den alle Akteure beim Vortanzen hatten. Das hinter jedem Lächeln fürs künftige Fernsehballett bei „Kein Pardon“ natürlich auch Ehrgeiz und Kampfeswille steckte, war da aber schon klar geworden. „Auch wenn ihr auf den Po fallt“, feuerte Choreographin Natalie Holtom ihre Schüler an: Ihr müsst immer lachen!“ Während die Kandidaten beim Einzeltanzen alles aus sich herausholten, wippte Dirk Bach im Zuschauerraum vergnügt zum Song „Ab jetzt ein Star“ und zur Revue-Musik, die Passagen des Kerkeling-Klassikers „Witzigkeit kennt keine Grenzen“ beinhaltete.
Die Tänzerinnen, die heute endgültig benannt werden sollen, werden ihn ab September bei den Proben dann auf Schritt und Tritt umgarnen. Als Showmaster Heinz Wäscher schmückt sich Bach dann mit seinem eigenen Fernsehballett und weiß sich schon jetzt in sicherer Umgebung. „Ich muss nicht tanzen. Und wenn ich falle, fangen mich acht Mädels auf.“
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