Schulen sollen verkleinert werden: Heftiger Streit um die Gesamtschulen
zuletzt aktualisiert: 24.11.2009 - 07:53Düsseldorf (RPO). Um die Größe und Zusammensetzung der vier städtischen Gesamtschulen gibt es Streit: SPD und Grüne finden die Entscheidung von CDU und FDP fatal, die beiden größten Schulen um je zwei Züge auf vier Eingangsklassen zu verkleinern.
Durch die Verkleinerung der Schulen müssten noch mehr Kinder abgelehnt werden als ohnehin schon. Um die 300 Ablehnungen sprechen die Gesamtschulen jährlich aus. Der Elternwille werde ad absurdum geführt. Die SPD will deshalb im nächsten Stadtrat den Bau einer fünften Gesamtschule beantragen.
Das Argument der Grünen: Die Gesamtschulen arbeiteten so gut, dass ein Teil der Schüler, die mit Hauptschul-Empfehlung eingeschult werden, zum Abitur geführt würden. Eltern wollten ihrem Kind die Chancen länger offenhalten.
CDU und Liberale wollen mit dem Beschluss verhindert, dass sich der Großteil der Schülerschaft an Gesamtschulen weiterhin aus Schülern mit Hauptschul-Empfehlung zusammensetzt. Dagegen wurden an beiden Schulen nur zwei bis drei Schüler mit Gymnasial-Empfehlung aufgenommen.
Das Argument der Union: Bis auf die Hulda-Pankok-Schule, die ein nahezu ausgeglichenes Verhältnis zwischen Haupt-, Real- und Gymnasialschülern hat, seien somit die Gesamtschulen verkappte Hauptschulen. Das wolle man beenden. Eine der beiden betroffenen Schulen, die Heine-Gesamtschule, hat über ihre Schulpflegschaft bereits Protest angekündigt.
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