Chaos am Taxihalteplatz: Heine-Allee: Sperre bei Feuerwerk?
VON MICHAEL BROCKERHOFF - zuletzt aktualisiert: 19.06.2007 - 08:15Düsseldorf (RPO). Um das Chaos bei publikumsstarken Veranstaltungen am Taxi-Halteplatz Bolker Kopf zu verhindern, muss weiter experimentiert werden. Taxifahrer, Rheinbahn, Polizei und Politiker machten viele Vorschläge. Die Verwaltung will testen, was sie bewirken können.
Ein Patentrezept gibt es nicht, um ein Chaos am Taxihalteplatz Bolker Kopf nach publikumsstarken Veranstaltungen in der Altstadt zu verhindern. Diese alte Erkenntnis konnte auch die Runde von Vertretern der Verwaltung, der Rheinbahn, der Polizei, der Ratsfraktionen und der Taxi-Organisationen nicht umstoßen.
Auf der gestrigen Konferenz wurden nur noch einmal die unterschiedlichen Alternativen, die nach dem schlimmen Durcheinander nach dem Japan-Feuerwerk gemacht worden waren, durchgespielt und bewertet. Neue Versuche könnte es geben, um die Situation in den Griff zu bekommen. „Nach meiner Einschätzung könnte die Sperrung der Heinrich-Heine-Allee für Privat-Pkw in der Nacht nach dem Kirmesfeuerwerk ein solches Experiment sein“, sagte Andreas Hartnigk, Verkehrsexperte der CDU-Ratsfraktion. Nur noch Taxis und Busse dürften dann dort fahren. So sollten Staus verhindert werden, die das Anfahren der Taxi-Halteplätze lahmgelegt waren.
Neben der Sperrung auf Probe wurden auch andere Konzepte erläutert und von den Politikern der Fraktionen als interessant eingestuft. Unter anderem die Überlegung, neben dem Bolker Kopf ständig einen Taxi-Halteplatz am Grabbeplatz einzurichten. So könnten sich Besucher der Altstadt daran gewöhnen, dass es zwei Möglichkeiten zum Einsteigen gebe. Allerdings müsse es dann gut sichtbare Hinweise auf den Platz geben.
Angesprochen wurden auch Schleusen für Fahrgäste, um eine geordnete Schlange vor dem Platz mit den anfahrenden Taxis zu ermöglichen. Zu prüfen sei auch, ob zu nächtlichen Stoßzeiten die Ampeln auf der Heinrich-Heine-Allee abgeschaltet werden. Denn es hatte sich gezeigt, dass die Grün-Zeiten für Abbieger zu kurz waren und der Rückstau zu groß wurde. „Aber dann muss auch viel Personal abgestellt werden, um den Verkehr von Taxis, Bahnen und Bussen zu regeln“, sagte Norbert Czerwinski, Ratsherr der Grünen.
Auch wenn einige Vorschläge ein Reizthema sind, die Diskussion in der Expertenrunde blieb sachlich und konstruktiv, betonte Dennis Klusmeier, Vorsitzender der Taxigenossenschaft. Weil es keine Patentlösung gibt, wolle jetzt die Stadtverwaltung prüfen, welche Lösungen probiert werden könnten. Danach werde sich die Taxigenossenschaft richten. „Es gab keine gegenseitigen Schuldzusweisen“, beschrieb auch Hartnigk das Gespräch, die Stimmung sei positiv gewesen.
Damit die Verwaltung bei ihren Konzepten keine Lösungsmöglichkeit außer Acht lässt, wollen alle Teilnehmer an der Konferenz ihre Vorschläge innerhalb einer Woche noch einmal auflisten und zur Verfügung stellen.
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