Klassiker der Gegenwart: Heine-Institut zeigt "Sudelblätter"
zuletzt aktualisiert: 15.03.2005 - 10:12Düsseldorf (dto). Das Heinrich-Heine-Institut würdigt den Maler, Zeichner und Schriftsteller Robert Gernhardt mit einer Ausstellung. Im Mittelpunkt der Schau stehen Gernhardts "Sudelblätter im Wörtersee". Mit dem Zyklus knüpft der Schriftsteller an 99 Aphorismen Georg Christoph Lichtenbergs an.
Den "Sudelsprüchen" Lichtenbergs hat Gernhardt 99 "Sudelblätter" hinzugefügt, die ab 1992 als Serie im FAZ-Magazin erschienen und 1999, zum 200. Todestag von Lichtenberg, in Buchform vorgelegt wurden. Ergänzt werden die 99 "Sudelblätter" durch signierte Buchausgaben von Gernhardt und Materialien zu Lichtenberg. Robert Gernhardt gehört mit seinem hintersinnigen Witz in Bild und Wort bereits zu den Klassikern der Gegenwart.
Gernhardt wurde 1937 als Sohn eines Richters in Reval (heute Tallinn, Estland) geboren, wuchs in Göttingen auf und studierte Malerei und Germanistik in Stuttgart und Berlin. Seit 1964 lebt er in Frankfurt am Main. 1979 gründete Gernhardt mit Eckhard Henscheid und F. K. Waechter das Magazin "Titanic", das neue Maßstäbe der Satire setzte. Gernhardt machte sich auch als Maler, Zeichner, Karikaturist und Schriftsteller einen Namen.
Robert Gernhardt im Heinrich-Heine-Institut (Bilker Straße 12-14), 17. März bis 16. Mai, Dienstag -Sonntag, , 11-17 Uhr
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