Themenabend zum 150. Todestag: Heinrich Heine bei Arte
zuletzt aktualisiert: 16.02.2006 - 16:12Hamburg (dto). Am 17. Februar vor 150 Jahren starb der Heinrich Heine (1797-1856) im Pariser Exil. Anlässlich seines Todestages porträtiert der Fernsehsender Arte den Dichter in einem Themenabend mit einem Spielfilm und einer Dokumentation. Nach Angaben des Fernsehsenders ist das schäbige Krankenlager in einer kleinen Mansarde in der französischen Hauptstadt der Ausgangespunkt für den aufwändig produzierten 60-Minüter "Denk' ich an Deutschland in der Nacht" (Foto). Kurz vor seinem Tod, gelähmt und von Schmerzen geplagt, lässt er dort sein Leben im Gespräch mit seinem Bruder Gustav und dem Verleger und Freund Julius Campe Revue passieren.
Heine erinnert sich an seine Kindheit im französisch besetzten Düsseldorf mit den ersten Erlebnissen der Ausgrenzung wegen seines Judentums. Er blickt auf seine turbulenten Studienjahre in Göttingen und Berlin zurück, in denen der dichtende Jurist unter der Macht der Obrigkeit zu leiden hatte. Zudem werden der Streit mit seinem Dichter-Freund Ludwig Börne und die Freundschaft mit Karl Marx durchleuchtet. Schließlich behandelt der Fernsehfilm die leidenschaftlichen Beziehungen zu seinen Frauen Mathilde und Elise. Neben Rüdiger Vogel und Fabian Busch als junger und alter Heine agieren Katharina Wackernagel und Peter Wolf in weiteren Rollen.
Im Anschluss um 23.15 Uhr begibt sich "Heinrich Heine. Eine Zeitgeschichte" auf weitere Spurensuche. Die Dokumentation fragt Arte zufolge, wo man dem "unabhängigen Poeten mit dem großem Zartgefühl" heute in Deutschland und Frankreich begegnet, was er bewirkt hat und was bis heute wirkt. Heine, der für die Freiheit stritt und die Reiseliteratur "erfand", habe mit seinem facettenreichen Werk Leser in aller Welt erobert. So sei der streitbare Autor tagesaktueller Texte auch als witziger, fantasievoller und polemischer Prosaist und Lyriker in Erscheinung getreten.
Heine bei Arte am 17. Februar:
"Denk' ich an Deutschland in der Nacht" um 22.10 Uhr
Dokumentation "Heinrich Heine. Eine Zeitgeschichte" um 23.15 Uhr
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