10. Schadow Arkaden Charity Run: Heiße Öfen trotzen kalten Temperaturen
VON THOMAS TACKE - zuletzt aktualisiert: 17.05.2009 - 15:26Röhrende Motoren, verchromte Felgen und knallige Lackierungen: Beim 10. Schadow-Arkaden-Charity-Run trafen sich am Sonntag rund 600 Harley-Davidson-Fahrer aus der Region für den guten Zweck. Starke Regenschauer verhinderten jedoch einen größeren Andrang.
Veranstalter Harald Feit hatte auf frühlingshafte Temperaturen gehofft: "In den letzten Jahren kamen oft bis zu 2000 Besucher. Aber da war das Wetter auch nicht so miserabel", sagte der Center-Manager der Schadow Arkaden.
Dennoch wurde das angestrebte Ziel beim Charity Run erreicht: Für jede Harley spendete das Einkaufszentrum 50 Euro. Insgesamt kamen 7500 Euro zusammen, die in diesem Jahr an die Kinderschutzambulanz Düsseldorf gehen.
Das lag in erster Linie an den hartgesottenen Bikern, die den Regenschauern für den guten Zweck trotzten. "Das Wetter stört mich nicht, ich fahre in jeder freien Sekunde. Auf Motorrädern bin ich groß geworden", sagte Karl-Heinz Winkler. Mit durchnässter Jacke parkte der 50-Jährige seine grüne Harley auf dem Martin-Luther-Platz. Die Maschine biete ihm nicht nur viel Fahrspaß. Sie habe auch den richtigen Charakter, versicherte der Dormagener. "Das ist wie mit einer guten Frau."
Auch die anderen Biker präsentierten stolz ihre Zweiräder. "Bei einer Harley geht es nicht um die Geschwindigkeit. Der Genuss des Schwingens in den Kurven zählt", erklärte Jochen Fischer und lobte die große Gemeinschaft der Harley-Fans: "Besonders die Gruppenfahrten machen den Kick aus. Das Motorrad ist das Vehikel, dass die Menschen zusammenschweißt."
Das sah auch Mitorganisator Achim Angerhausen so: "Wir Harley-Fahrer sind eine große, eingeschweißte Clique." Die Technik der Harleys würde das Fahrvergnügen dann noch fördern: "Ich kenne kein anderes Fahrzeug, wo man so viel vibrierende Masse zwischen sich und dem Boden spürt", erklärte Angerhausen.
Sitze aus Schlangenleder, lackierte Flammen und verchromte Auspuffrohre gehörten zu den besonderen Hinguckern beim Biker-Treff. "Hier ist keine Harley wie die andere", sagte Heinz Jokisch aus Meerbusch. Er war mit seinem dreijährigen Sohn Daniel zu dem Treffen gekommen. Was den beiden am besten gefällt: "das Geknatter."
So waren die Motorradfans letztlich froh, dass sie auf das Geknatter trotz des schlechten Wetters auch in diesem Jahr nicht verzichten mussten. Center-Manager Feit war mit dem 10. Charity-Run zufrieden: "Trotz des Regens kein Reinfall", schmunzelte der leidenschaftliche Harley-Fahrer.
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