Ausstellung im NRW-Forum bis zum 7. September verlängert: Helmut Newtons Nackte bleiben länger
zuletzt aktualisiert: 08.08.2003 - 12:57
Kaum ein anderer Fotograf hat ein derart umfangreiches, innovatives und umstrittenes Werk geschaffen wie Helmut Newton. 1920 in Berlin geboren, floh er 1938 vor den Nationalsozialisten und wanderte nach Australien aus. Mitte der 50er Jahre kehrte er nach Europa zurück. Der erfolgreiche Modefotograf lebt seit 1981 abwechselnd in Monte Carlo und Los Angeles.
Er schuf Körperbilder von außerordentlicher Intensität aber auch Radikalität, was letztlich in Freunde und Feinde seiner Werke spaltete. Der Mann mit dem ganz speziellen Blick für die Ästhetik der Erotik, Mode und Dekadenz zeigte unter anderen mit "Big Nudes" in den 80er Jahren ein Frauenbild, das stark, sicher, kühler Erotik und voll von Fetisch-Charakter war.
Während Frauenrechtlerinnen wie Alice Schwarzer Sturm gegen diese Bilder lief, stellten sich viele weibliche Stars freiwillig vor Newtons Kamera. Im Laufe der Zeit ließen sich unzählige Berühmtheiten wie Jerry Hall und auch Helmut Kohl von ihm fotografieren.
Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog im Taschen-Verlag erschienen (RP Online verlost 5 Exemplare). Wegen des großen Besucherandrangs hat das NRW-Forum außer am Montag bis 22 Uhr geöffnet, am Freitag bis 24 Uhr.
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