Entscheidung der Düsseldorfer Börse: "Heuschrecken" ist Börsen-Unwort 2005
zuletzt aktualisiert: 24.01.2006 - 14:52Düsseldorf (dto). Die Düsseldorfer Börsenmakler haben entschieden: "Heuschrecken" ist das Börsen-Unwort des Jahres 2005. Die im Frühjahr 2005 vom damaligen SPD-Chef Franz Müntefering gewählte Bezeichnung für Finanzinvestoren gebe "ein völlig falsches Bild". Sie verunglimpfe eine gesamte Branche, da Studien belegten, dass Finanzinvestoren überdurchschnittlich viele Arbeitsplätze schaffen, hieß es zur Begründung.
Dass Gewinnorientierung im Vordergrund stehe, sei im Kapitalmarkt durchaus legitim. Dies dürfe aber nicht rüde Methoden rechtfertigen, hieß es. Zudem ist der Begriff nach Ansicht der Börse unzutreffend, da Finanzinvestoren selten in riesigen Schwärmen auftreten und "nicht so nahrhaft sind".
Das Börsen-Unwort wurde zum fünften Mal gewählt. Die Aktion orientiert sich an der Wahl des "Unworts des Jahres", das ebenfalls am Dienstag in Frankfurt am Main bekannt gegeben worden war. Die Jury kürte dort das Wort "Entlassungsproduktivität" zum größten sprachlichen Missgriff in der öffentlichen Kommunikation.
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