8,34 Meter am Sonntagmittag: Hochwasser hat Scheitelpunkt erreicht
VON THORSTEN BREITKOPF - zuletzt aktualisiert: 17.01.2011 - 07:43Düsseldorf (RPO). Der Rhein hat am Sonntagnachmittag seinen bisherigen Höchststand der jüngsten Hochwasserwelle erreicht. Um 13 Uhr zeigte der Pegel am Düsseldorfer Rheinufer einen Stand von 8,34 Metern. Am Samstagmorgen war noch die Marke von 8,10 Metern gemessen worden. Ab einem Wasserstand von 8,80 Metern muss die Rheinschifffahrt auf dem Flussabschnitt nahe der Landeshauptstadt eingestellt werden. Am Sonntag zeigte sich aber eine Beruhigung der Lage. Zunächst stagnierte der Wasserstand, gegen Abend gingen die Fluten leicht zurück.
Tausende Menschen nutzten das trockene Wetter und die milden Temperaturen, um das Naturschauspiel zu bewundern. Am Unteren Rheinwerft standen die Schaulustigen in zweiter und dritter Reihe. Leidtragende des Hochwassers sind die Gastwirte an den Kasematten. Ihr Außenbereich stand am ganzen Wochenende komplett unter Wasser. Restaurants und Bars blieben geschlossen.
Für die nächsten Tage rechnet die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung mit einer weiteren Entspannung am Rhein. Für heute wird ein Wasserstand von 8,10 bis 8,20 Metern erwartet.
Die Stadt rüstet sich dennoch weiter für ein neues, noch stärkeres Hochwasser. In Himmelgeist wurde ein etwa hundert Meter langer Versorgungsweg ausgebaut. Dort muss bei einem Hochwasser von rund zehn Metern ein Abschnitt von einem Kilometer mit Sandsäcken gesichert werden. "Wir haben nun einen Fußweg zwischen Rhein und Himmelgeister Landstraße so ausgebaut, dass Lkw mit Sandsäcken ihn befahren können", sagt Kristian Lütz, beim Stadtentwässerungsbetrieb zuständig für den Hochwasserschutz. Der Weg wurde mit Baggern verbreitert und um einen Meter erhöht. "Dadurch wird er auch bei höheren Wasserständen nicht überspült", so Lütz. Um ein Wegschwemmen im Ernstfall zu verhindern, wurde im Weg eine wasserdichte Folie verbaut. Der Ausbau hat 50 000 Euro gekostet.
Auch die DLRG bereitet sich auf weitere Hochwasser vor. In Urdenbach übten DLRG-Helfer mit einem speziellen Hochwasserboot die Evakuierung von Menschen. "Dadurch wissen unsere Helfer, welche Stellen überhaupt mit dem Boot zu befahren sind", sagte DLRG-Sprecher Roland Scheidemann.
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