Düsseldorf: Hohe Rabatte beim Schlussverkauf
VON JAN WIEFELS - zuletzt aktualisiert: 22.01.2011 - 11:07Düsseldorf (RPO). Zum Start des Winterschlussverkaufs am Montag bieten Einzelhändler bis um 70 Prozent reduzierte Ware. Doch wer ein Schnäppchen sucht, sollte sich beeilen. Vor allem Kinderwinterkleidung ist oft schon vergriffen. Schuld ist der kalte Dezember.
Sale, Saldi, Soldes – Wer die Schaufenster in der Innenstadt sieht, könnte meinen, der Winterschlussverkauf sei längst im vollen Gange. Mit großen Lettern werben Bekleidungshersteller für den Ausverkauf ihrer Winterware. Doch die wirklich großen Rabatte für Bekleidung gibt es erst ab Montag. "Mit dem Start des Winterschlussverkaufs werden viele Waren in Schritten 30, 50 und 70 Prozent reduziert", sagt Rainer Gallus, Geschäftsführer beim Handelsverband NRW. Im Kampf um die Schnäppchenjäger gingen Einzelhändler auch über die üblichen Rabatte hinaus. Mit Aktionen wie "Kauf zwei, nimm drei" würden sie versuchen, bei dem Kampf um die Schnäppchenjäger erfolgreich zu sein.
Warme Kleidung begehrt
Doch die Lager sind längst nicht mehr so voll wie in den Vorjahren. "Der Wintereinbruch im Dezember hat für eine große Nachfrage nach warmer Bekleidung gesorgt", erklärt Gallus. Wer also mit dem Einkaufsbummel länger wartet, könnte das Gesuchte nicht mehr in der richtigen Größe oder der gewünschten Farbe finden. So sagte Marc Röseler, Geschäftsführer der C&A-Filiale an der Schadowstraße, schon zu Beginn des Monats, dass Herren- und Kinderhandschuhe bereits nahezu ausverkauft seien. Auch Kinderskihosen waren weitgehend nicht mehr erhältlich.
Ähnliche Erfahrungen hat auch Günter Cremer, Geschäftsführer von Karstadt an der Schadowstraße, gemacht. Kinderwinterjacken seien größtenteils weg, dafür aber gibt es wie bei C&A für Erwachsene noch reichlich warme Bekleidung. "Bis über 50 Prozent sind Waren bei reduziert", sagt Cremer. So werde bereits heruntergesetzte Ware nochmals um 20 Prozent vergünstigt. Auch wenn der Winterschlussverkauf sich in erster Linie auf Kleidung bezieht, seien neben Outdoor-Jacken, Fleecepullover und Ski-Bekleidung auch andere Waren im Angebot. So seien Produkte wie Winterbetten stark vergünstigt.
Obwohl sich laut Gallus zunehmend auch andere Einzelhändler an den Rabattwochen beteiligen, verfolgen Einzelhändler auch andere Strategien. "Wir orientieren uns nicht an den Schlussverkäufen, sondern an großen Elektronikmessen wie der Cebit, der Internationalen Funkausstellung und der Photokina", sagt Dirk Henckel, Geschäftsführer des Saturn an der Königsallee. Rabatte gibt es für die Kunden zurzeit trotzdem. Zum Beispiel gibt es wechselnde Tagesangebote zur Feier des 50. Geburtstages des Elektronikhändlers. Auch bei dem Porzellan-Haus Franzen sind andere Termine ausschlaggebend. "Nach Weihnachten wird bei uns das Sortiment bereinigt", sagt der geschäftsführende Inhaber Claus Franzen.
Auch wenn nach der Neuregelung von 2004 die Einzelhändler das ganze Jahr über Rabattaktionen tätigen können, sei der Winterschlussverkauf fest in den Köpfen der Menschen verankert. "Die Konsumenten warten noch wie früher auf diese zwei Wochen", erklärt Rainer Gallus.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







