Neue Multimedia-Säule zum Thema "Wüste": Im Aquazoo ist die Wüste los
zuletzt aktualisiert: 05.03.2004 - 13:45Düsseldorf (dto). Ab sofort schickt der Aquazoo seine Besucher in die Wüste. Mit einer neuen Multimedia-Säule entführt er Neugierige in die faszinierende Welt ihrer Bewohner. Denn Wüsten mögen lebensfeindlich sein, lebensleer sind sie noch lange nicht. Die Eigenentwicklung des Zoos dient als Begleitinformation zu den Terrarien und Gehegen der Tiere. Die "Wüstensäule" ist aber noch nicht das Ende der Entwicklung: bis zu 20 solcher Infosäulen soll es geben.
Bei Wüsten denken die meisten an riesige, leere, dürre Gebiete voller Sand und ohne Leben. Doch weit gefehlt: Trotz dieser lebensfeindlichen Umgebung ist die Tierwelt in der Wüste faszinierend und vielfältig. Um den Besuchern diese Welt näher zu bringen, hat der Aquazoo eine völlig neue interaktive Multimedia-Säule konzipiert und entwickelt. Im ersten Stock des Hauses steht die ca. 5.000 Euro teure Säule, die intuitiv bedienbar in die Wüstenwelt einführen soll. Neben anklickbaren Gehegen gibt es eine spielerische Herangehensweise für Ungeduldige.
Um jedem den Einstieg zu ermöglichen gibt es ein Frage- und Antwortspiel, an dessen Ende ein Tier-Memory auf erfolgreiche Spieler wartet. Allerdings gibt es bei jeder Frage die Möglichkeit die richtige Antwort nachzulesen. "Wir wissen natürlich, dass nicht alle Zeit und Lust haben sich alles durchzulesen. Durch das Spiel hat aber jeder die Möglichkeit sich zumindest punktuell zu informieren", erklärt Roland Rothheimer, verantortlich für die technische Umsetzung des Projektes, den Ansatz.
Die Entscheidung für das Konzept der Multimedia-Säulen ist bereits vor drei Jahren getroffen worden. Die veraltete Videoanlage musste ausgetauscht werden, und so suchte der Aquazoo nach neuen Möglichkeiten interaktiv Informationen zu vermitteln. Nachdem zwei Säulen, "Watt" und "Haie", noch extern eingekauft wurden, ist die Säule "Wüste" eine komplette Eigenentwicklung. Dr. Hubert Bosch, Kurator des Aquazoos, war für die inhaltliche Entwicklung zuständig, unterstützt von Dr. Elmar Finke, der für die Vermittlung der Inhalte zuständig war. Roland Rothheimer setzte die Ideen dann technisch um.
Gerade weil die Besucher des Aquazoos überwiegend Familien und Schulklassen sind, ist eine altersgerechte Aufbereitung der Texte wichtig. "Jeder sollte sie benutzen und auch verstehen können", beschrieb Finke den Anspruch an die Texte. Nach einem Jahr Entwicklungszeit ist die "Wüste" fertig und wartet auf wissbegierige Benutzer. Schon jetzt ist klar, dass es noch weitere interaktive Säulen geben wird: "Es sollen bestimmt noch 20 weitere Multimedia-Terminals entstehen", so Finke. Jeder der verschiedenen Lebensräume des Aquazoos erhielte dann eine eigene Säule.
Von Andreas Petermeier
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