German Lakota Friends Düsseldorf e.V.: Im Herzen Indianer
VON VASSILIOS KATSOGRIDAKIS - zuletzt aktualisiert: 27.05.2007 - 17:40Das Wetter wollte beim 6. Pfingstfest der German Lakota Friends Düsseldorf e.V. nicht richtig mitspielen. Dennoch versammelten sich Mitglieder und Freunde des Indianer-Vereins in Mörsenbroich, um gemeinsam zu tanzen und sich im Tomahawk werfen oder Bogenschießen zu messen.
Dabei waren Colin, Tobias und Steffen im Kinder-Wettbewerb am erfolgreichsten. Die drei Neunjährigen setzten sich gegen ein Duzend „Nachwuchs-Indianer“ durch und belegten die ersten drei Plätze in der Gesamtwertung der Disziplinen: Blättersammeln, Erbsen weitspucken, Tiere raten sowie Pfannen und Hufeisen werfen. Natürlich gab es für alle Teilnehmer Urkunden und viel Lob von Wolfgang Burckardt, dem ersten Vorsitzeden und Gründer des Indianer-Vereins German Lakota Friends Düsseldorf e.V. Burckardt hofft, dass der „Indianer-Virus“ die Teilnehmer des Pfingstfestes ebenso packt, wie ihn selbst vor etwa 14 Jahren.
Kontakt: German Lakota Friends Düsseldorf e.V.
Der 1. Vorsitzende Wolfgang Burckardt ist erreichbar unter der Handynummer 0162/1811356.
Adresse Vereinsgelände:
German Lakota Friends e.V.
Vogelsangerweg 100a
40470 Düsseldorf
Postanschrift:
German Lakota Friends e.V.
Am Gatherhof 1
40472 Düsseldorf
Alles fing im Dezember 1992 an, als Burckardt seinem Sohn Dennis einen Vorschlag machte, der das Leben der Familie nachhaltig verändern sollte. Der damals achtjährige Familienspross hatte sich an Karneval stets als Cowboy verkleidet, bis sein Vater ihm vorschlug bei der nächsten Fastnacht ein Indianer-Kostüm überzustreifen.
Zuerst schien Dennis von der Idee nicht so begeistert. Als das selbstangefertigte Kostüm aber fertig war, schien der achtjährige grade einem Western-Film entsprungen zu sein. Wie der Zufall es wollte, sollte Familie Burckardt an diesem Karneval zu einer Veranstaltung eingeladen werden, deren Höhepunkt ein Auftritt des Indianer-Vereins Sioux-Dakota war.
Heute noch spricht Burckardt von der Gänsehaut, die er und seine Frau beim Auftritt der Indianer hatten. Auch Sohn Dennis war sichtlich ergriffen als er sogar mit auf die Bühne durfte. Die Erinnerung an das dumpfe Trommeln, den stampfenden Füßen, den schrillen Indianergesang und dem unverwechselbarem Rhythmus hat sich in Wolfgang Burckardts Gedächtnis eingebrannt und ihn für immer in eine andere Welt versetzt. Seine Welt.
Wolfgang Burckardt trat in den Sioux-Dakota-Verein ein und als er vieles über die Kultur der amerikanischen Ureinwohner gelernt hatte, gründe er selbst den Indianer-Verein German Lakota Friends Düsseldorf e.V. Die elf Vereinsmitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, indianische Kultur, Tänze, Handarbeiten und Geschichte und Gegenwart der Indiander zu vermitteln. So auch beim Pfingstfest.
Allerdings übt Wolfgang Burckardt trotz allen Eifers auch Diskretion und Zurückhaltung aus: „Eine Freundschaft zu pflegen heißt nicht, die heute lebenden Indianer über unangenehme oder religiöse Dinge auszufragen. Denn bei allem Fleiß und aller Begeisterung, ist eines klar: Wir werden nie echte Indianer sein.“
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