Nachzählung des Wahlergebnisses brachte Patt-Situation: In zwei Kommunalwahlbezirken muss gelost werden
zuletzt aktualisiert: 27.09.2004 - 16:50Düsseldorf (dto). In zwei Düsseldorfer Kommunalwahlbezirken muss das Los über den Kandidaten entscheiden, der direkt in den Rat einzieht. Das vorläufige Endergebnis hatte im Bezirk 12 (Friedrichstadt Ost) Günter Wurm (SPD) mit zwei Stimmen Vorsprung als Sieger gesehen. Das Ergebnis hatte 1.131 : 1.129 zu seinen Gunsten und gegen Hildegard Kempkes (CDU) geheißen. Im Bezirk 17 (Oberbilk Südost) hatte Ioannis Vatalis (SPD) die Nase knapp vorn mit 1.146 : 1.143 Stimmen gegenüber Jürgen Kirschbaum (CDU).
Wie bei solch knappen Ergebnissen üblich, hat das Wahlamt das am Abend festgestellte Ergebnis noch einmal überprüft. Dabei sind die Ergebnisse aus allen Wahllokalen und von der Briefwahl dreimal nachgezählt worden. In der Hektik des Wahlabends waren Stimmzettel in falschen Stapeln gelandet. Die Nachzählung und die Kontrolle der Unterlagen aus den Wahllokalen brachte nun das Unentschieden. Im Bezirk 12 mit 1.131 : 1.131 und im Bezirk 17 mit 1.145 : 1.145.
Die Auslosung eines Direktmandates hat es in Düsseldorf bisher noch nicht gegeben. Lediglich 1984 war der damalige Oberbürgermeister Klaus Bungert nach mehrmaligem Stimmenpatt ausgelost worden. Alterspräsident Anton Ulrich hatte dann das Los zu Gunsten von Bungert gezogen. Der Verlierer hieß Josef Kürten (CDU).
Durch die Auslosung wird sich die Zusammensetzung des Rates nicht ändern. Es würden lediglich bisherige Plätze von der Reserveliste zu Direktmandaten. Das Losverfahren findet in der öffentlichen Sitzung des Kommunalwahlausschusses am Freitag statt.
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