Gegner der Öl-Pipeline in Ecuador: Indianer im Landtag
zuletzt aktualisiert: 26.10.2005 - 13:29Düsseldorf (dto). Vier Indianer aus Ecuador sind seit Anfang der Woche zu Gast in NRW. Am Dienstag sprachen sie bei einem Empfang im Düsseldorfer Landtag über den umstrittenen Bau einer Ölpipeline durch den Regenwald ihrer Heimat. Das Projekt wird von der WestLB mitfinanziert und stößt auf heftige Kritik von Umweltschützern.
Patricia und Heriberto Gualinga stammen aus dem Dorf Sarayacu im Regenwald Ecuadors. Seit mehreren Jahren wehren sie sich gegen die Ölförderung auf ihrem Land. Bekannt wurden beide durch die GEO-Reportage "Die Kichwa-Krieger und das Öl". Unterstützt und begleitet werden sie von den Filmemachern Alejandro Santillán und Siegmund Thies.
Auf einladung von Ara e.V. (Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz) in Deutschland berichten die Gäste vom 24. Oktober bis 4. November mit Filmen über die aktuelle Situation in ihrer Heimat. Acht Schulbesuche, sechs Abendveranstaltungen und ein Gespräch mit Abgeordneten des Landtags von NRW stehen auf dem Programm.
Ein Treffen mit Vertretern der WestLB ist nicht geplant. "Es geht vor allem darum, Öffentlichkeitsarbeit zu machen", so Karin Kopshoff von der Eine-Welt-Organisation InWent NRW, die sich im Rahmen von Weiterbildungsprojekten mit dem Thema "Erdöl im Regendwald" befasst.
Am Mittwochabend stehen die Gäste aus Ecuador in den Räumlichkeiten von InWent e.V. in der Wallstraße 30 ab 17.30 Uhr zwei Stunden lang Interessierten für Gespräche zur Verfügung.
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