Mila Wiegand eröffnet Ausstellung: Inszenierung ist alles
VON ANNA WESOLOWSKI - zuletzt aktualisiert: 21.11.2008 - 10:54Ohne gute Beziehungen läuft in der Kunstszene nichts. Das weiß auch Surrealistin Mila Wiegand. Gut, dass ihr Lebensgefährte der bekannte Formel-1-Moderator Kai Ebel ist, der prompt für den nötigen Promiandrang zur Eröffnung sorgte. Die Vernissage der Bilderreihe "Russland" wurde dank der berühmten Unterstützung natürlich ein Erfolg.
Die Anspannung war Wiegand deutlich anzumerken. Und zu allem Übel ließen die Ehrengäste noch auf sich warten. Schuld war das Verkehrschaos rund um Düsseldorf. "Der Tag der Ausstellungseröffnung ist immer der schlimmste für mich", so die gebürtige Rumänin. Dabei war alles bis ins Detail geplant und inszeniert.
Am roten Teppich wartete auf die Sternchen ein Empfang der etwas anderen Art. Bewaffnete Rot-Armistinnen mit Patronengürteln und verblüffend echt aussehenden Kalaschnikows im Anschlag. Zum Glück alles nur Show, die aber Eindruck hinterließ.
Selbst bei den Promis, die mit etwas Verspätung dann doch noch eintrafen und über den roten Teppich stolzierten. Allen voran die Düsseldorfer Gülcan und Sebastian Kamps. Auch Moderatorin Antonia Langsdorf und Schauspielerin Yvonne de Bark wollten sich das Event in der im "Riga" ebenso wenig entgehen lassen wie Musiker Helmut Zerlett. Geschickt nutzte Ebel auch seinen Heimvorteil auf den Rennpisten aus und sicherte sich die Zusage von Ex-Profi Heinz-Harald Frentzen und Adrian Sutil.
Doch ohne eine weitere prominente Unterstützerin wollte Wiegand trotz wachsender Ungeduld unter den Gästen nicht anfangen: Magdalena Breszka. Die 26-malige Deutsche Meisterin in der rhythmischen Sportgymnastik hetzte sofort nach dem Spendenmarathon in den Medienhafen. Ohne ihre gute Laune zu verlieren. Vielleicht lag es daran, dass sie aufgrund ihrer polnischen Herkunft besonders an dem Motto der Ausstellung interessiert zu sein schien. Belustigt scherzte sie mit der Gastgeberin dementsprechend auf Russisch.
Mit Spannung wurde anschließend die Enthüllung der sieben Werke erwartet. Eisige Kälte in Moskau? Daran erinnerte nur der düstere Hintergrund der Ölgemälde mit Titeln wie "God of the decadence" und im besten Fall noch die Fellmützen der dargestellten Frauen, die kaum mehr als diese klischeehafte Kopfbedeckung tragen. Sexy, provokant und verstörend zu gleich. Und gerade deswegen Kunst. Das erste Bild "Il dolce far niente" wurde übrigens bereits vor der offiziellen Enthüllung durch verkleidete Models verkauft. Für die anderen Motive erhofft sich Mila Wiegand noch weitere Interessenten, damit der Surrealismus in Deutschland endlich wieder ebenso berühmt wird, wie ihre Gäste.
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