Prinzenpaar singt Lied für Düsseldorf: Jecke Party schon vor der Session
VON WOLFGANG BERNEY - zuletzt aktualisiert: 09.11.2009 - 07:51Düsseldorf (RPO). Mit einem eigenen Lied für Düsseldorf verabschiedeten sich Lothar Hörning und Ute Heierz-Krings als amtierendes Prinzenpaar, ansonsten wurde beim ersten Sessions Vorspiel im Henkel-Saal schon heftig gefeiert. Bands aus Köln standen auf der Bühne, und das jecke Volk war total aufgekratzt.
Karneval auf Musik verdichtet. Und das kommt dann dabei raus: Tolle Stimmung, junge Leute, die schunkeln, singen, auf Bänken und Stühlen tanzen und es richtig krachen lassen. Der AVDK mit Präsident Stefan Kleinehr hatte zu einer ganz neuen Karnevalsveranstaltung in den Henkel-Saal eingeladen: "Sessions Vorspiel". Die Premiere war auf Anhieb ein durchschlagender Erfolg. Unter den rund 650 Gästen sah man nicht nur die üblichen Pappnasen-Träger. Kleinehr hatte ganz bewusst diesmal auch eine andere Zielgruppe angesprochen: Jüngere Leute ohne jecken Hintergrund, Düsseldorfer, die einfach abfeiern wollten – ob mit oder ohne närrische Akzente.
Nur Guido Cantz war nicht dabei
Bei der feucht-fröhlichen Karnevalsparty gab es keine "Tätä", dafür aber jede Menge närrischen Rock mit sehr viel "kölsche Tön". Neben den Düsseldorfer "Swinging Fanfares", diesmal sogar mit fünf Sängern, standen sämtliche Elite-Combos aus der Nachbarstadt auf der Bühne: Bläck Fööss und Paveier, Rabaue, Räuber und Brings, dazu noch die "Düssel Disharmoniker", die "Fetzer" und die "Band ohne Bart" aus Düsseldorf. Da wurde nicht einmal der ursprünglich vorgesehene Guido Cantz vermisst, der mit Grippe sein Bett in Porz hütete. Stefan Kleinehr machte auch als Allein-Moderator einen guten Job.
"Kölle Alaaf" oder "Düsseldorf Helau" – der Schlachtruf war den aufgekratzten Gästen total egal. Die fröhliche Menge machte alles mit. Als dann Olaf Henning das Lasso kreisen lies, war kein Halten mehr: Rauf auf die Bänke und locker am Marterpfahl. Prinz Lothar und Venetia Ute hatten zuvor ihren neuen Stimmungshit: "Düs, Düs, Düsseldorf" gebracht. Lothar: "Kann man immer singen, auch im Frühling und zum Schützenfest." Weit nach ein Uhr begann dann mit "Brings" die "superjeile Zick" und hörte erst nach fünf Zugaben auf. Selbst CC-Präsident Engelbert Oxenfort war trotz später Stunde noch gut drauf. Einziger Kritikpunkt: Christine, Sängerin der Band Ardo, die den Auftakt gemacht hatte, wirkte ein paar Reglerstufen zu laut, zu schrill.
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