Platzmangel: Jugendliche Straftäter nach Gerresheim
zuletzt aktualisiert: 07.10.2005 - 09:52Düsseldorf (dto). Nach Plänen des NRW-Justizministeriums sollen jugendliche Straftäter möglicherweise im Gerresheimer Gefängnis untergebracht werden. Derzeit wird geprüft, ob die Außenstelle der Ulmer Höh, wo bislang Straftäter im offenen Vollzug einsitzen, für den Jugendarrest geeignet ist und mit welchem Aufwand die Anstalt umgebaut werden muss. Derzeit gebe es zu wenige Plätze für 14 bis 18 Jahre alte Straftäter.
Die sollen möglichst zeitnah nach ihrer gerichtlichen Verurteilung eine Strafe in einem räumlich streng von üblichen Knast getrennten Bereich antreten können. Dafür seien zu wenig Plätze vorhanden, so Frank Blumenkamp, Sprecher des Justizvollzugs Amtes in einem Radiointerview. Teilweise handelt es sich um Kurzarrest von zwei bis sechs Tagen, der in Gerresheim abgesessen werden soll. Im längsten Fall würden Jugendlichen vier Wochen einsitzen.
Auch wenn der Arrrest als Zuchtmittel definiert wird, soll es in einer Jugend-Arrestanstalt auch Beschäftigungsmöglichkeiten für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen geben. So ist in Gerresheim nach Plänen, die der Rheinischen Post vorliegen, eine Werkstatt für Holz- und Metallverarbeitung vorgesehen. Laut diesen Plänen sollen möglichst schnell mindestens 60 Arrest-Plätze eingerichtet werden.
Jugendliche aus der gesamten Region Düsseldorf sollen in Gerresheim ihre Strafe absitzen. Der Grund: Die Fälle werden nicht nur vor dem Amtsgericht Düsseldorf verhandelt, sondern auch in anderen Städten (etwa Langenfeld, Neuss). Am Monatsende will die Landesregierung Einzelheiten bekannt geben. Fest steht schon jetzt: Kosten für notwendige Umbaumaßnahmen in Gerresheim sollen wegen der leeren Landeskasse gedeckelt werden.
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