Kaufhof: Jugendschutz an der Kasse
VON JENNIFER KOCH - zuletzt aktualisiert: 22.07.2010 - 08:45Düsseldorf (RPO). Ein neues Kassensystem in den Düsseldorfer Kaufhof-Häusern soll die Einhaltung der Jugendschutzgesetze verbessern. Die Verkäufer werden nicht nur daran erinnert, das Alter zu kontrollieren, es wird ihnen auch erleichtert.
Jugendliche Alkohol-Testkäufer, wie von der Politik gefordert, wird es in Düsseldorf erst einmal nicht geben. Jetzt haben einige Handelsketten die Initiative in Sachen Jugendschutz ergriffen: Sie wollen die Einhaltung der Gesetze in ihren Geschäften verbessern. Spürbar wird das in den Düsseldorfer Kaufhof-Häusern. Dort ist es für die Verkäufer kaum noch möglich, die Alterskontrolle beim Verkauf von alkoholischen Getränken zu vergessen.
Geht ein alkoholisches Getränk, oder auch ein nicht jugendfreier Film auf DVD über den Ladentisch, leuchtet der Kassenbildschirm auf. Ein Gefahrenzeichen erinnert daran, dass das Alter überprüft werden muss.
Erst nach der Kontrolle und einer entsprechenden Eingabe des Kassierers geht es weiter. "Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht", sagt Günther Knie, Geschäftsführer des Kaufhof an der Kö. Auch die Verkäufer hätten sich zu dem neuen Kassensystem positiv geäußert.
Die Kontrolle erleichtern
Das Besondere: Dem Kassierer wird nicht nur signalisiert, dass auf das Alter zu achten ist, sondern diese Kontrolle wird auch erleichtert. Auf dem Bildschirm steht unter anderem das Datum, das der Ausweis mindestens tragen muss. Das sei für die Angestellten im laufenden, oft hektischen Geschäft eine Erleichterung, sagt Knie.
Außerdem sei bei vielen Waren gar nicht so offensichtlich, dass die Alterskontrolle angebracht wäre. "Wenige denken zum Beispiel bei alkoholhaltigen Pralinen daran", so Knie. Auch bei Filmen oder Video-Spielen, die für Jugendliche nicht geeignet sind, wird der Kassiervorgang gestoppt.
Ein ähnliches System gibt es auch in anderen Geschäften, zum Beispiel in den Düsseldorfer Filialen des Rewe-Konzerns. Seit 2008 ertönt dort ein akustisches Signal an der Kasse, sobald Alkohol oder Tabak über das Band gehen. Erst nach Betätigung der Freigabe-Taste kann weiter kassiert werden.
Dass die Händler den Jugendschutz in ihren Geschäften selbstständig verbessern, findet Ordnungsamts-Chef Michael Zimmermann gut. "Jeder Händler hat die Verpflichtung, auf die Jugendschutz-Gesetze zu achten", sagt er. "So eine Hilfestellung kann im Alltag sicherlich sinnvoll sein."









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