Auseinandersetzung mit Sex und Tod: K20 zeigt Spätwerk Picassos
zuletzt aktualisiert: 02.11.2006 - 10:12Düsseldorf wartet im nächsten Jahr mit einer weiteren großen Kunstausstellung auf. Die K20 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen widmet dem Spätwerk Picassos unter dem Titel "Picasso - Malen gegen die Zeit" vom 3. Februar bis 28. Mai 2007 eine Schau. Die explizite Sexualität und scheinbare Formlosigkeit der Bilder stieß zu ihrer Entstehungszeit zunächst auf große Ablehnung.
Nach Angaben von Nordrhein-Westfalen Tourismus werden insgesamt 60 Bilder, 60 Zeichnungen und 60 grafische Blätter zu sehen sein. Die Kunstwerke schuf der spanische Maler in seiner Zeit in Mougins in Frankreich von 1960 bis 1972.
Pastorale Liebesszenen, ungleiche Paare, Aktfiguren, die Maskerade der Mantel- und Degenstücke, Selbstporträts – solche Themen beherrschen die Kunst des späten Picasso. Dem „wilden“, rastlosen Picasso, stand nach Museumsangaben immer ein reflektierender Picasso gegenüber, der in seinen Zeichnungen und Grafiken mit zeichnerischer Genauigkeit und großer Freude am Detail erzählt.
Diese offensichtliche Trennung zwischen einem Stil des Malers und einem des Zeichners versteht Werner Spies, Kurator dieser Ausstellung, als Zeichen einer panischen Angst vor der verrinnenden Zeit.
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