Düsseldorf: Kanal-Sanierung wie im Bergwerk
zuletzt aktualisiert: 03.01.2009 - 14:42Düsseldorf (RPO). Die Sanierungsarbeiten an den Altstadtkanälen gehen weiter. Wegen der Weihnachtsmärkte hatte der Stadtentwässerungsbetrieb die Stollenbaugruben an der Flinger Straße und am Marktplatz mit Stahlplatten abgedeckt. Ab Montag werden die Baustellen aber wieder eingerichtet, teilte die Stadtverwaltung gestern mit.
Die Erneuerung der Altstadtkanäle koste rund zwölf Millionen Euro. Sofern möglich, soll weiterhin in geschlossener Bauweise gearbeitet werden. Dabei, so die Experten, handele es sich um eine bergmännische Bauweise mit Stollenvortrieb. Oberirdisch ist nur eine kleine Baustelleneinrichtungsfläche angelegt, die eigentlichen Arbeiten finden unterirdisch im Stollen statt. Wegen technischer Randbedingungen wie Bodenbeschaffenheit oder Statik musste in manchen Bereichen die offene Bauweise gewählt werden. So auch bei der Erneuerung des Kanals in der Mutter-Ey-Straße.
Bei der offenen Bauweise werden Straßenabschnitte von etwa 14 Metern geöffnet, erneuert, wieder geschlossen und dann „wandert“ der Baustellenbereich weiter. Die ersten 45 Meter Kanal wurden bereits erneuert. Die Bauabschnitte wandern somit immer weiter bis zur Kreuzung Hunsrückenstraße. Im März soll diese Baustelle nach den Angaben der Stadtverwaltung beendet sein.
Der Stollen von der Bolkerstraße bis zur Flinger Straße wird fertig gestellt, das heißt die neuen Rohre können ab Februar 2009 eingebaut werden. Bis dahin wird das Abwasser mittels Provisorium abgeleitet. Der Bau des Stollens von der Bolkerstraße zur Mutter-Ey-Straße ist schon 20 Meter vorangekommen. Auf der Baustellenstrecke vom Marktplatz bis zur Bolker-/Ecke Hunsrückenstraße sind 50 Meter Stollen fertig. Bis zum Juni soll auch dort der Stollen gebaut sein. Der Stollenbau in der Mertensgasse beginnt im Januar.
In der Hafenstraße kann nur in offener Bauweise gearbeitet werden. Die ersten zwölf Meter Ei-Profil-Rohre sind bereits verlegt. Bauende soll im März sein. Wenn der Kanal in der Hafenstraße fertig ist, geht es im Kreuzungsbereich Berger Straße weiter. Die gesamten Arbeiten sollen bis 2011 abgeschlossen sein.
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