René Heinersdorff hat Ärger mit dem Ordnungsamt: Karfreitags-Theater
VON MAIKE SCHULTE - zuletzt aktualisiert: 17.03.2005 - 10:52Düsseldorf (dto). Ein Kölner Veranstalter trat den ganzen Ärger los. Er beklagte sich darüber, dass in der Domstadt an Karfreitag gar nichts gehe und verwies zum Vergleich auf Düsseldorf, wo am gleichen Tag im Theater an der Kö der Vorhang hochgehe. Und schon hatte Theaterchef René Heinersdorff das Ordnungsamt im Nacken und protestiert nun gegen die "ungerechte Behandlung".
Der Karfreitag gilt als stiller Feiertag, an dem lediglich „religiöse und weihevolle“ Veranstaltungen erlaubt sind. Dennoch - das Kö-Theater ist nicht der einzige Veranstaltungsort in der Stadt, der dann seine Pforten öffnet. Ob Tanzhaus NRW („Flamenco-Festival“), Apollo Varieté, Kom(m)ödchen oder Schauspielhaus, das Programm läuft weiter. Von den Gewalt- und anderen Orgien einiger Privatsender ganz zu schweigen.
Heinersdorffs Standpunkt ist klar: Theater sei ein Besinnungsinstrument, das für den Karfreitag angesetzte Stück „Freunde zum Essen“ keine Komödie, in den vergangenen Jahren habe sein Haus am Karfreitg auch gespielt, also alles kein Problem. „Es ist bedauerlich, dass von amtlicher Seite kein Dialog mit dem Theater stattgefunden hat“, ergänzte er im Gespräch mit Regierungspräsident Jürgen Büssow.
Bislang hat das Ordnungsamt abgesehen von einem Brief noch nicht viel gegen den Theatermann unternommen. Wenn schon, denn schon, meint aber Heinersdorff, der den sauren Apfel vom Ordnungsamt auch an andere Veranstalter verteilt sehen will. Von deren Karfreitagsaktivitäten will Büssow nichts gewusst haben. Und schob die Verantwortlichkeiten auch sonst weiter. Eine Diskussion mit den Kirchen sei vonnöten, um das Problem zu lösen. Und Heinersdorff empfahl er den Gang vors Verwaltungsgericht.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





