Karneval: 750 feiern bei Blau-Weiss
VON WOLFGANG BERNEY - zuletzt aktualisiert: 12.02.2012 - 20:00Düsseldorf (RP). Die Prinzengarde Blau-Weiss will mit ihrer Gala neue Wege gehen. Im letzten Jahr war es ein Flop. Diesmal begeisterte der Ball 750 Gäste. Für Karnevalisten, wenn sie denn mal die Lackschuhe anziehen, ist es immer schwierig, das richtige Rezept für einen Ball zu finden.
Eine erstklassige Band gehört dazu. Weniger Pappnasen-Jeckerei. Dafür aber ein gewisser Anspruch beim Unterhaltungsprogramm, das den Gästen einen fröhlich-beschwingten Abend bringen soll, ohne dass Langweile aufkommt.
Im letzten Jahr versuchte die Prinzengarde Blau-Weiss mit ihrer Gala im Hotel Maritim einen neuen Weg zu gehen. Es wurde ein ziemlicher Flop. Die Gäste fanden u.a. die Arien einer Sängerin nur wenig unterhaltsam. So waren die Erwartungen diesmal nicht sehr groß an die Blau-Weiss Nacht. Dennoch kamen wieder über 700 Smoking-Träger mit ihren elegant gekleideten Damen ins Maritim. Und dann die Überraschung: Es wurde ein ganz anderer Ball als im Vorjahr, einige sprachen sogar von einer „Super-Gala“.
Stefan Wagner, Sprecher des blau-weissen Corps a la suite, hatte auch diesmal den Abend zusammengestellt und freute sich: „Heute passt alles perfekt.“ Beinahe hätte es sogar noch das ultimative Sahnehäubchen gegeben. Der Vorstand der Garde um Präsident Udo Heinrich hatte überlegt, den Pianisten Lang Lang, der vorher in der Rheintonhalle ein Konzert gab, gegen Mitternacht auf die Bühne zu bitten. Wenn auch nur für eine Viertelstunde.. Doch das klappte nicht.
Queen - um die legendäre Rockgruppe drehte sich alles an diesem Abend. Und dafür hatte die Garde Hilfe aus der Nachbarstadt auf die Bühne geschickt. Nicht aus Köln, sondern aus Essen. Schon den Auftritt des Kinderchors der Alfried-Schule mit „We are the world“ gefiel den Gästen ausnehmend gut, erst recht, als die Kids auch noch zu rappen begannen. Ein Auftakt nach Maß, der sofort Stimmung brachte in den mit Kerzenlüstern geschmackvoll dekorierten Saal. Der zweite Teil des Programms mit einer Tanzhommage an Queen, aufgeführt von der Ballett Companie der Aalto-Oper Essen, riss die Gäste von den Stühlen. Im Hintergrund liefen dazu Videos von Freddy Mercury.
Einhellige Meinung: „Sensationell. Tolle Inszenierung.“ Für Ballett-Direktor Ben van Cauwenbergh gab es den Orden der Garde.
Und noch einmal ging es um Queen. Diesmal gesungen von den Girls der Band „Nightflight“. Ihr „We will rock you“ war letztlich für viele Signal, bis in die Nacht durchzufeiern, auch draußen im Foyer. .Zu der Musik der Band noch ein Wort. Sie passte perfekt zu dieser Gala. „Nightfly“ hatte alles drauf, vom Wiener Walzer über Tango bis zum. Rock.
Selten sah man die sonst eher tanzfaulen Herren so eifrig auf dem Parkett. Für sie galt diesmal „Ein Ball ist ein Ball“. Auch Oberbürgermeister Dirk Elbers gehörte mit seiner Frau Astrid zu den fleißigen Tänzern.
Gleich zu Anfang war die Uniformierten der der Garde mit dem amtierenden Prinzenpaar aufgezogen. Ein dicker Tupfer Karneval gehört halt auch zu einem solchen Ball. Prinz Thomas mit Venetia Anke bekamen für ihr Lied „Düsseldorf ist Leidenschaft“ mächtig Beifall. Wobei sich viele wunderten, wie beweglich der eher vollschlanke Thomas auf der Bühne rumtanzte. Zwei Männer wurden an diesem Abend besonders ausgezeichnet: Hotelchef Jens Vogel und Peter-Michael Halcour, Chef im „Goldenen Ring“ sind jetzt Ehrensenatoren der Garde. Unter den Gästen auch: FDP Bundestagsabgeordnete Giesela Piltz und Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit ihrem Mann Horst. Präsident Udo Heinrichs mächtig stolz: „Mit dieser Gala haben wir Maßstäbe gesetzt.“
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