„Närrischer Dienstag“ in den Rheinterrassen: AVDK zündet jecke Stimmungskanone
VON SABINE HULBE - zuletzt aktualisiert: 04.02.2009 - 11:58Mit Frohsinn, Witz und Heiterkeit ließ der Allgemeine Verein der Karnevalsfreunde Düsseldorf die fünfte Jahreszeit in den Rheinterrassen hochleben. Zu seinem 180-jährigen Jubiläum wurde aus guter, närrischer Tradition bis in die letzte Reihe geschunkelt, geschmunzelt und gefeiert. Zu den Höhepunkten des Abends zählten die Auftritte von Brings und Guido Cantz.
„Do bes de platt“ – passend zum aktuellen Karnevalsmotto der Landeshauptstadt für die Session 2008/2009 begeisterte der AVDK mit seinem Programm die Narren und Närrinnen bis aufs Äußerste. Als Erfolgsgaranten waren die ganz Großen der kölschen Karnevalsunterhaltung geladen: Bernd Stelter, Brings, die Räuber, Guido Cantz, die Paveier, de Höhner, die Bläck Föös, der Blötschkopp, Willibert Pauels und die Rabaue. Sie trafen allesamt mitten ins Herz der jecken Düsseldorfer Narrenseele.
Der Elferrat startete mit einem dreifach kräftigen „Düsseldorfer Helau“ in den fulminanten Dienstagabend. Bereits Sekunden später stand der ausverkaufte Saal beim Einmarsch der bestens gelaunten Tollitäten Kopf. Prinz Lothar I. begrüßte die bunte Gesellschaft mit dem Motto: „Et is wie et is, et kütt wie et kütt und et hät noch immer jut jejangen.“ Die strahlende Venetia Ute erinnerte an die soziale Tradition des Karnevals und forderte charmant zum Kauf eines Herzstickers zugunsten des Kinderhospizes Regenbogen auf.
Kölsche Künstler machen Stimmung in Düsseldorf
Den nachfolgenden närrischen Reigen eröffnete der wortgewandte Bernd Stelter. Er strapazierte mit seinen humorvollen Spitzen wie gewohnt die Lachmuskeln der gesamten jecken Bagage. Doch viel Zeit zum Durchatmen blieb denen nicht. Die Rabauen rissen mit ihrem rheinischen Samba selbst den Elferrat von den Stühlen. Bei vollem Köpereinsatz eroberte sie mit ihrem Hit "Copa Cabana" die Rheinterrassen. Die Hände flogen zum Himmel oder auf des Nachbars Schultern zum kräftigen Schunkeln.
Guido Cantz setzte den Publikumsflirt auf seine ganz eigene Art fort und forderte unter aufbrausendem Applaus den „Recall für das Publikum“. Die markanten Lachsalven aus dem Publikum taten ihr Übriges dazu, um ihn zur Hochform auflaufen zu lassen. Der Blondschopf ernannte den US-Präsidenten Obama zum Lukas Podolski des 1. FC Köln und die närrischen Gäste zum besten Deal des Abends.
Närrisches Schunkeln bis zum Abwinken
Mit einer „superjeilen Zick“ trieb die Band Brings das Stimmungsbarometer weiter in ungeahnte Höhen. Die „Jungs“ rockten schnell den gesamten Saal. Auch der Prinz, seine Venetia und der Elferrat fieberten dem bunten Strauß kölscher Melodien aus voller Kehle mit. Die passende, humorvolle Erfrischung lieferte der Blötschkopp mit seiner Ansage zum „Betreuten Schunkeln“. Salopp nahm er die Düsseldorfer jecke Gemeinschaft bei einem Altbier auf den Arm.
Dass sie zu Recht seit 25 Jahren auf den Karnevalsbühnen Zuhause sind, bewiesen auch die Paveier. Der bergische Jung Willibert Pauels predigte von seiner Berufung als Büttenredner und machte seine rote Nase zum Programm. Vollkommen jeck legten die Höhner und die Bläck Föös noch einen drauf. Ein Ohrwurm jagte den anderen. Das Resümee des Abends: Der „Närrische Dienstag“ des AVDK macht immer wieder Lust auf eine Verlängerung der 5. Jahreszeit.
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