Prinzenempfang in der RP-Redaktion: Bei der RP war jeck was gebacken
VON HANS ONKELBACH - zuletzt aktualisiert: 28.01.2008 - 17:49Düsseldorf (RPO). Nee, dat wor nit överdriewe: Wenn die Rheinische Post kurz vor Karneval zum Prinzenempfang in die Lokalredaktion einlädt, dann kommen alle Düsseldorfer Prinzenpaar mit Gefolge und Kinderprinzenpaaren. Also war auch am Montag die Bude rappelvoll: Mehr als 100 Gäste drängelten im zweiten Stock an der Blumenstraße, überall wippten die langen Pfauenfedern der Prinzen, knisterten die Kleider der Prinzessinnen, klimperten die zahlreichen Orden, die entweder schon verliehen waren oder noch verliehen wurden.
Mitten drin die knusprigen Bäckerbuben rund um Bäcker Thomas Puppe, die mit ihren Liedern „Prinzenhymne” und „Prinzensong” einmal mehr den Beweis antraten, dass sie gesanglich keineswegs kleine Brötchen backen müssen, sondern erste Sahne sind. Das tat dafür Tonnenbäuerin Anke Conti Mica aus Niederkassel: Mit ihrem Tonnenbauer Wolfgang Lorentz (den Linksrheinischen als Polizist wohl bekannt) kam sie viel zu spät, weil daheim die Kinder nicht so schnell fertig waren wie geplant. Wie das halt so ist . . . Macht nichts, applaudierten die anderen, denn die hatten sich längst mit dem Mottolied „Hier kütt dat Prinzenpaar” (und ein paar Bierchen) in Stimmung gebracht.
Für Venetia Barbara Oxenfort war der Besuch eh ein Heimspiel: Schon häufig ist sie dabei gewesen, wenn in früheren Jahren bei der Rheinischen die Post abging. Und Prinz Josef ist ohnehin ein jeckes Phänomen: Bei dem Mann drückt einer auf den Knopf und schon legt er los. Da guckten die durchweg niedlich kostümierten Mini-Jecken fasziniert und voller Ehrfurcht: Tim Bramer und Johanna Krings (Kinderbauernpaar), Philip und Frederike mit ihren Pagen Saba und Nicolas aus Angermund sowie Stefan IV. und Carina I. aus Unterbach waren tief beeindruckt. Die anderen Prinzenpaare allerdings auch: Prinz Dirk (aus Angermund) sogar so sehr, dass er glatt seinen Text vergaß, den ihm seine Prinzessin (und Gattin) Carmen aber dann höchst liebevoll ins Ohr flüsterte.
Diana und Günter I. aus Unterbach fielen beide wegen ihrer Stimmen auf: Sie ist Holländerin, was man am netten Akzent hört, und er ist so heiser wie man eben ist, wenn man schon eine ganze Reihe von lautstarken Auftritten hinter sich hat, bei denen Stimmgewalt gebraucht wird. Apropos Stimme: Wenn Barbara und Josef im Playback jeweils zum Ton des anderen die Lippen bewegen, ist das Publikum hin und weg, früher gab‘s für so was eine Rakete. Heute kommt „Jubel, Jubel, Jubel”, und der war besonders laut, weil der halbe Hinkel-Clan mit gekommen war: Josefs Schwester Barbara, und seine Brüder Reimund, Jürgen (alles Bäcker) und Stefan. Der ist Internist, hatte aber gestern die Praxis geschlossen, um dem Prinzen beizustehen.
Das machten außerdem noch Prinzenführer Axel Ahlbrecht, CC-Präsident Engelbert Oxenfort (der, wie immer, am Mikro nicht vorbei kam und ein Loblied auf den jecken Nachwuchs loswerden musste), CC-Geschäftsführer Jürgen Rieck, Ex-Prinz Thomas Merz mit seiner Mutter Marlies Taubenkropp, Manfred Droste, Irene Arnold (die Frau von RP-Herausgeber Gottfried Arnold) mit Tochter Stefanie Arnold-Rauert und Schwiegertochter Christina und deren Sohn Paul. Auch Venetia Barbara bekam familiäre Unterstützung: Ihre Schwester Christiane ließ sich den Empfang nicht entgehen und widersprach freundlichem Gefrotzel, ob sie denn nicht im nächsten Jahr als Venetia . . .
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