Sitzung der Prinzengarde Rot-Weiss: Caesar närrisch im Circus Maximus
VON TAMARA HECK - zuletzt aktualisiert: 26.01.2010 - 14:16Düsseldorf (RPO). Wilde Tiere, Gladiatoren und ein Imperator, der es versteht, seine Untertanen zu unterhalten – die Prinzengarde Rot-Weiss entführte ihre Gäste bei der Gardesitzung im Hotel Hilton ins alte Rom. Mit einem Streitwagen zog Moderator "Caesar Lotharus" Hörning in den Circus Maximus ein. Da die Prinzengarde zurzeit keinen Präsidenten hat, führte der Ex-Prinz der vergangenen Session das Publikum durch den Abend.
Gäste aus Köln staunten
"Die Spiele können beginnen", rief Caesar Lotharus und ließ die Gardetanzgruppe auf die Bühne, die den knapp 800 Gästen in der ausverkauften Rheinlandhalle einen Gladiatorenkampf mit wilden Löwen zeigte. Auch das Publikum war auf das Motto gut vorbereitet. Im Saal tummelten sich Römer in weißen Tuniken, mit Lorbeerkränzen und in alten Pantoffeln.
Ihre Frauen trugen Seidengewänder mit güldenen Armreifen. Da staunten sogar die Gäste aus Köln: "So viele Römer haben wir bei uns in der Römerstadt noch nie gesehen", sagten "de Räuber", die das Publikum zu Anfang in Stimmung brachten. Unter anderem spielten auch Bob, Alt Schuss sowie Hätzblatt.
Bei solch einem Motto ließen es sich die Prinzen Dirk I. und Venetia Janine nicht nehmen, ihre gewöhnlichen Roben gegen Gladiatorengewänder zu tauschen. "Das ist auch viel bequemer als die weiße Strumpfhose", scherzte Prinz Dirk. Aber nicht nur Römer gab es im Circus Maximus zu bestaunen. Auch Ägypter gesellten sich zu ihnen, darunter der Ex-Präsident der Prinzengarde, Peter König, im Cleopatragewand.
König trat 2009 aus beruflichen Gründen als Vorsitzender und Präsident zurück. Nun hat Michael Kux den Vorsitz übernommen. Lothar Hörning ist sein kommissarischer Stellvertreter, er vertritt den Ex-Präsidenten auch als Sitzungsmoderator. Im Juni wird ein neuer Präsident gewählt.
Als Frau den Circus Maximus zu betreten, hätte sich König jedoch überlegen sollen: Et Fimmänchen (Jürgen Hilger) wetterte nicht nur gegen die Kölner, sondern auch gegen die Hosenanzüge der Bundesministerinnen. Auch die Rednerschule (Martin Schops) spottete über den Schuhtick der Frauen. Nur Aky, der Vogel von Bauchredner Fred van Halen, verteidigte das weibliche Geschlecht: "28 Minuten brauchen die Frauen im Bad, davon aber acht Minuten zum Schminken, den Rest, um den Dreck der Männer wegzumachen."
Bei einer Sache stimmten all Römer überein: Fortuna Düsseldorf ist der beste Verein. Die Düssel-Disharmoniker sagten sogar einen Aufstieg voraus und brachten das Publikum so in Fußballstimmung, dass Caesar Lotharus das Lied "Rot-Weiss" ein zweites Mal forderte. Fünfeinhalb Stunden dauerte die Sitzung. Mit einem abwechslungsreichen Programm ist jedoch ein kurzweiliger Abend gelungen.
Mehr zum Karneval in Düsseldorf finden Sie in unserem Special.
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