Margot Sonne kommentiert für RP Online den Düsseldorfer Karneval: Karneval – quo vadis
zuletzt aktualisiert: 21.01.2005 - 16:05Düsseldorf (dto). Man darf gespannt sein: langsam melden sich die altgedienten Jecken ab. Die alte Garde tritt zurück, macht Platz für die jüngeren. Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat ja gelehrt: Wer das nicht rechtzeitig tut, wird auch schon mal öffentlich demontiert. Ob zu recht, lassen wir jetzt mal dahingestellt.
Es bleibt natürlich abzuwarten, was da nachkommt. Oder um es mal so zusagen: was wir haben, wissen wir, was wir bekommen, wissen wir nicht. Ein prominentes Beispiel ist im Comitee Düsseldorfer Karneval angesiedelt: seit Günther Pagalies nicht mehr am Ruder steht, sieht es düster aus, berichtet mittlerweile die ohnehin schon „Rieck-geschädigte“ Journalistenschar hinter vorgehaltener Hand. Von Auskunftsfreudigkeit und Hilfsbereitschaft ist da weniger die Rede, viel mehr dagegen von der „königlichen“ mailbox, die scheinbar nur nach dem Lustprinzip abgehört wird. Ist da jemand nur unmotiviert oder schon völlig überfordert? Nach der Uhrzeit lässt sich der Karneval nicht bewältigen – Günther Pagalies wusste das und hat entsprechend gehandelt, morgens um 7 und abends um 10.
Doch der Wachwechsel im Karneval lässt sich nicht aufhalten: Radschläger-Präsident Günther Korth und Große-Präsident Hermann Josef Raths haben ihre Rücktritte bereits angekündigt, auch BDK-Vize Rudi Höhe setzt sich – karnevalistisch gesehen – aufs Altenteil. Dass Karneval vor allem mit viel Arbeit verbunden ist und nicht nur aus „Strahlemann“ vor der Fernsehkamera besteht, diese drei wissen es ganz genau, kennen die Last, die man tragen muss, damit es vielen zur Lust gereicht.
Nicht das das „Strahlen“ vor der Kamera grundsätzlich zu verurteilen wäre, nur ... das alleine reicht nicht aus. Mal davon ab: bei Günther Pagalies kam es „von Hähtze“ und schien nicht wie ins Gesicht genagelt.
„Wer auf dem Weg zu großen Dingen ist, darf sich nicht an den kleinen stoßen!“ sagt das Sprichwort, aber ganz ohne die kleinen Dinge sind auch die großen nicht zu erreichen! Dass diese Worte auch von denen beherzigt werden, an die sie gerichtet sind, hofft ...
Ihre Margot Sonne
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