Hoppeditz-Erwachen: "Letzter Akt" und Hochzeitspläne
VON URS LAMM - zuletzt aktualisiert: 11.11.2010 - 15:35Jede Menge Gäste kamen am Donnerstagvormittag zum Hoppeditz-Erwachen ins Rathaus. Im Mittelpunkt stand das scheidende Prinzenpaar Prinz I. und Venetia Janine.
Prinz Dirk I. steckt in einem emotionalen Chaos. Er kann seine Gefühle nur schwer einordnen: „Einerseits schmerzt es, dass unsere Zeit als Prinzenpaar nun endet. Andererseits freue ich mich heute über diesen wundervollen Abschluss unserer Regentschaft im Düsseldorfer Karneval.“ Die Freude sieht man Dirk und seiner Venetia Janine an diesem Tag jedoch deutlicher als den Abschiedsschmerz an.
Fröhlich lachen beide in alle Kameras, sie genießen es, noch einmal im Mittelpunkt zu stehen. Das Hoppeditz-Erwachen am Donnerstag ist für Janine Schmidt und Dirk Kemmer die letzte offizielle Veranstaltung („der letzte Akt“, Dirk I.) als Prinzenpaar. Privat bleiben sie ein Paar. Am Rande des Trubels ließen sie durchblicken, dass sie bald heiraten werden. "Ich kann das beste an der Session behalten, den Prinzen. Du bist jetzt mein Lebensprinz", sagt Janine zu ihrem Dirk. Auf die Frage, ob bald Hochzeitsglocken zu hören sein könnten, sagt Prinz Dirk: "Ich höre sie schon läuten"
Josef Hinkel weiß, was es heißt, an Karneval im Mittelpunkt zu stehen. Schließlich bildete der Bäckermeister 2008 mit Barbara Oxenfort das Prinzenpaar der Landeshauptstadt. „Die ganze Session ging damals wie ein Film an mir vorbei. Man steht immer im Mittelpunkt, muss die Menschen begeistern. Jetzt kann ich den Karneval etwas mehr genießen“, so Hinkel, der an diesem Donnerstagvormittag für jeden Spaß zu haben war. Als er in Denkerpose vor der Jan-Wellem Statue steht, sorgt er im Rathaus für Lacher.
Geschenk für OB-Gattin
Ein weiterer ehemaliger Prinz zeigt sich am Donnerstag nicht minder fröhlich: KG Regenbogenpräsident Lothar Hörning, der 2009 mit Venetia Ute Heierz-Krings das Prinzenpaar bildete, freut sich über das karnevalistische Jubiläum (elf Jahre) seines Vereins. Zusammen mit Sänger Martin Heyer ("Chakawaka") präsentiert er an diesem Vormittag die Jubiläums-CD „11 Jahre anders – jebuddelt, jebaggert, gebützt“ des schwul-lesbischen Karnevalvereins. OB-Gattin Astrid Elbers schenkt er sofort bei der Begrüßung ein Exemplar.
Seine ersten Erfahrungen im Düsseldorfer Karneval macht Kämmerer Manfred Abrahams, der Juni von Krefeld nach Düsseldorf gewechselt war. „Das Hoppeditz-Erwachen in Düsseldorf ist noch besser als es mir im Vorfeld berichtet wurde. Als gebürtiger Mönchengladbacher kenne ich mich mit Karneval ja auch etwas aus“, sagt er.
Ein Kenner des Düsseldorfer Karnevals ist Hansi Sültenfuß. Der ehemalige Organisationschef der Düsseldorfer EG (DEG) ist in der Altstadt aufgewachsen. „Karneval ist ein Teil meines Lebens“, sagt er. Am Donnerstagvormittag rückt er kaum von Annelies Böckers Seite. Die Ratsfrau und Bezirksvorsteherin (BV 2) kennt Sültenfuß noch aus seiner Funktionärszeit beim Düsseldorfer Eishockeyverein. „Sie hat sich stets für die DEG eingesetzt. Deshalb freue ich mich immer, wenn ich sie sehe“, sagt Sültenfuß.
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