Verleihung: Kino-Stars ehren beste Kinos
VON SONJA SCHMITZ - zuletzt aktualisiert: 05.11.2009 - 08:05Düsseldorf (RPO). Insgesamt 58 Filmtheater wurden gestern von der Filmstiftung NRW für ihr Jahresfilmprogramm mit Preisen von insgesamt 429 000 Euro ausgezeichnet. Überreicht wurden die Urkunden von zahlreichen Schauspielern und Regisseuren. Senta Berger und Michael Verhoeven bekamen den Strate-Preis.
Großes Staraufgebot vor dem Savoy Theater: Die Filmstiftung NRW und der HDF Kino verliehen gestern Abend den Kinos mit den besten Jahresfilmprogrammen Prämien. Berühmte Schauspieler übergaben die Preise. Und schließlich zeichneten die Organisatoren auch eine der beliebtesten deutschen Schauspielerinnen zusammen mit einem der renommiertesten deutschen Regisseure mit dem Herbert-Strate-Preis aus: Senta Berger und ihr Ehemann Michael Verhoeven wurden für ihr Engagement für den deutschen Film geehrt.
Roter Teppich
Nachdem die prominenten Gäste einer nach dem anderen gemütlich über den roten Teppich schlenderten und für die Fotografen bereitstanden, setzte bei der langersehnten Ankunft von Senta Berger und Michael Verhoeven ein wahrer Ansturm auf das prominente Filmpaar an. Mit ihrem Mann zusammenzuarbeiten, das sei eigentlich gar keine Arbeit für sie, erzählte die Schauspielerin. "Das ist für mich ein Vergnügen." Viel Zeit ließ sie ihr fürsorglicher Mann nicht im Freien verbringen. "Wir müssen jetzt aber reingehen, die Senta ist zu dünn angezogen", erklärte Michael Verhoeven. Denn die Schauspielerin hatte sich eine schwere Erkältung zugezogen. "Es ist nicht die Schweinegrippe", beruhigte sie.
Herbert-Strate-Preis
Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung ehrt Menschen, die sich um den deutschen Film verdient gemacht haben.
Die bisherigen Preisträger sind Sönke Wortmann, Tom Tykwer, Uschi Reich, Günter Lamprecht, der Filmjournalist Heiko R. Blum, Jürgen Vogel und Rolf Bähr (Filmförderungsanstalt).
Herbert Strate, der 2004 im Alter von 82 Jahren starb, war unter anderem langjähriger Präsident des Hauptverbandes deutscher Filmtheater.
Umso mehr Zeit widmeten Schauspieler wie Daniel Brühl und Anatole Taubman den Fragen der Journalisten. In Sönke Wortmanns Film "Die Päpstin" spielt Anatole Taubman einen Bischof. Er habe es genossen, mal nicht einen Bösewicht zu spielen. Als solcher war der gebürtige Schweizer in dem James-Bond-Film "Ein Quantum Trost" bekannt geworden.
Brühl: "Altbier gar nicht so schlecht"
Daniel Brühl verriet am Rande des roten Teppichs, dass er bei Dreharbeiten in Düsseldorf überrascht gewesen sei, dass das Altbier gar nicht so schlecht schmeckt. "Und überhaupt ist die Stadt gar nicht so doof, wie ich als Kölner dachte", erzählte Daniel Brühl mit einem Schmunzeln. Zusammen mit Johanna Wokalek (Hauptdarstellerin in "Die Päpstin") hatte er bis kurzem für den Film "Die kommenden Tage" in Wuppertal, Köln und Düsseldorf gedreht. Aus diesem Film wurden gestern Abend den eingeladenen Kinobetreibern Ausschnitte gezeigt, ebenso wie aus "Satte Farben vor Schwarz", für den Senta Berger und Bruno Ganz in Düsseldorf gedreht haben.
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