Foto: RPO, Johannes Bornewasser
Seit sieben Jahren pendelt während des Schützenfests die Kirmesfähre zwischen Altstadt und Oberkasseler Festwiese.
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An den Kasematten, im Schaten des Schlossturms, wird zur Kirmes ein provisorischer Anleger gebaut.
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Die Fähre bringt Kirmesbesucher von dort aus direkt zum Schützenfest.
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Viele Schützenkompanien nutzen das Angebot, um geschlossen zur Festwiese zu gelangen.
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Bei einem ersten Bier an Deck wird sich gemeinsam eingestimmt.
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Theke und Tische sind unter einem Segeltuch für jedes Wetter gerüstet.
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Bei Sonnenschein genießen die meisten Gäste aber lieber die Aussicht.
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Kapitän Hans Schäfer gibt der Crew den Ablegebefehl.
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Währenddessen nimmt die kleine Fähre wieder Kurs auf die Altstadt. So werden die Wartezeiten minimiert.
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Auch musikalisch wird an Deck regelmäßig etwas geboten. "Das ist doch wunderschön, so wird es nicht langweilig", sagt Kapitän Schäfer zufrieden.
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Anderen Rheinschiffen kommt man vermutlich selten so nah. Das kleine Mädchen in der Mitte versteckt sich hinter der Absperrung, während andere Fahrgäste ganz cool bleiben.
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Bereits nach wenigen Minuten naht aber schon das rettende Ufer. Bei einigen Gästen herrscht Erleichterung, andere würden gerne noch auf ein Altbier bleiben.
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Doch wenn das Türchen erst geöffnet ist, hält es niemanden mehr an Deck. Der Geruch von gebrannten Mandeln und die Schreie der anderen Kirmesbesucher auf den Fahrgeschäften locken auf den Kirmesplatz.
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Im "Gänsemarsch" geht es auf die Festwiese.
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Die Crew sorgt im Schnellverfahren für Ordnung an Deck, bevor es wieder in Richtung Altstadt geht.
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Doch mittags ist die Fließrichtung der Besucherströme sehr einseitig. Zurück in die Stadt wollen jetzt noch die wenigsten.
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Während die kleine Fähre schon auf Kirmes-Kurs ist, legt die große von Kapitän Schäfer gerade erst ab.
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Jetzt muss sich der Chef beeilen.
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Aber er beherrscht nach 40 Jahren Instrumente und Maschine perfekt.
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Entsprechend schnell ist das Schiff wieder am anderen Ufer, wo bereits die nächste Kompanie wartet.
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Ehefrau Rosemarie war in der Zwischenzeit wieder fleißig. Sie verkauft zehn Stunden am Tag die Tickets für die beiden Fähren. Erst am Abend wird sie abgelöst.
Erwachsene zahlen für die Überfahrt übrigens zwei Euro, Kinder werden für die Hälfte befördert.