Pink Monday an den Rheinwiesen: Montags ist die Kirmes rosa
VON JENNIFER TÖPPERWEIN - zuletzt aktualisiert: 17.07.2007 - 00:32Die größte Kirmes am Rhein erlebt montags ein besonderes Highlight. Beim Pink Monday ist der Rummel der Treffpunkt für die schwul-lesbische Szene. An diesem Tag geht es in Oberkassel bunter, greller und schriller zu.
Der Pink Monday an den Oberkasseler Rheinwiesen hat schon lange Tradition. Deswegen wundert es auch niemanden, warum an jeder Kirmesbude rosa Ballons oder Regenbogenfahnen hängen. Das gehört genauso dazu wie die schrille, etwas kitschige Musik, die aus den Zelten schallt – natürlich jedes Jahr wieder dabei: die Hymne der Szene „I am what I am“ von Gloria Gaynor, in dem Bayernzelt gesungen von Drag Queens in funkelnden Outfits.
Im Bayernzelt konnte sich der Kirmesgänger die fröhlich-tuntigsten Auftritte angucken – wenn er bereit war 7,50 Euro Eintritt zu bezahlen. Schrille „Damen“ wie Grizelda, Paula Jackson, Marcel Bijou und Bo Shannon wirbelten in Pailletten-Kleidern, Teufelchen-Kostümen und selbstverständlich extrem hohen Absätzen über die Bühne. Das Publikum kreischte an den Bierbänken oder nutze die große Fläche für Standardtänze.
Mindestens genauso wild ging es in dem traditionellen Treffpunkt der Szene zu: Die Schwarzwald Christel war schon früh am Abend überfüllt. Gegen 20 Uhr konnte man auf dem Weg davor nur noch schrittweise weiter kommen. Die heißen Temperaturen schienen den Feiernden nichts auszumachen. Bei überlauter Musik wurde auf Tischen und Bänken getanzt.
Bei so viel Toleranz, Offenheit und Feierwut wird der Kirmesmontag wohl noch lange für die schwul-lesbische Szene und alle lebenslustigen Heteros reserviert bleiben. Kim und ihre Freundin Sandra bringen es auf den Punkt: „Das ist ein Muss. Hier trifft sich die Szene, hier wissen wir, was uns erwartet und fühlen uns wohl.“
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