Foto: RPO, Johannes Bornewasser
Unter Schaustellern gilt die Düsseldorfer Kirmes nicht nur als größte am Rhein, sondern auch als verregnetstes Schützenfest der Region. Dennoch kommen sie gerne auf die Oberkasseler Rheinwiesen.
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Strahlendblauer Himmel lässt Schausteller und Kirmesfreunde auf einen schönen Kirmesnachmittag hoffen. Doch in Düsseldorf ist das Wetter pünktlich zum Schützenfest sehr wechselhaft.
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Nur rund 45 Minuten nach der zuvor gesehenen Aufnahme sahen die Rheinwiesen so aus. Knöcheltiefe Pfützen und aufgeweichte Wiesen prägen das Bild des Kirmesplatzes.
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"Hier ist das schon ganz normal", sagt Andrea Nagel. "Wir kommen trotzdem jedes Jahr gerne. Nur dieser Regen ist wirklich schlimm. Aber wir kennen das nach 50 Jahren hier in Düsseldorf nur zu gut."
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Vor dem Eisstand der Nagels sammelt sich seit dem frühen Morgen das Regenwasser. "Unsere Pumpe arbeitet unter dem Geschäft schon seit Stunden. Sie ist ganz einfach überfordert", sagt Andrea Nagel.
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Während das Wasser einigen Fahrgeschäften nichts anhaben kann, müssen andere Schausteller improvisieren.
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Laufstege schützen die Kirmesbesucher an vielen Stellen vor nassen Füßen.
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Auch neben dem "Power Tower" haben sich Wassermassen gesammelt. "Ich wäre froh, wenn das Schützenfest verlängert wird", sagt Besitzer Ewald Schneider. "Dann ist es nicht mehr ganz so schlimm, wenn einige Tage ins Wasser fallen."
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Für Schneider und seine Kollegen gehört das wechselhafte Wetter bereits zum Alltag. Während linksrheinisch dicke Wolken die Sonne verdecken, gibt es auf der anderen Rheinseite schon wieder Sonnenschein.
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Nur zehn Minuten später hat der Wind das Geschehen gedreht. Nun ist das Wetter in Heerdt und Oberkassel schön, dafür regnet es in der Innenstadt.
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"Wir kennen das. Trotzdem sind wir froh, dass wir hier sein dürfen", sagt Erwin Louis. Beim Fadenziehen laufe das Geschäft trotz des schlechten Weters gut. "Und sogar die Besucherzahlen sind besser als im Vorjahr. Da war es nämlich schon wieder zu warm", verrät er.
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Michael Stern hätte dagegen gern mehr Sonne. Er steht im Französischen Dorf unter dem kleinen Eiffelturm an der Schankanlage. "Wenn es hier nur zu tröpfeln beginnt, ist der Platz sofort leer."
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"Das ist die größte transportable Waschmaschine", sagt ein Nachbar des "Shake'n'Roll" scherzhaft. Er beobachte schon seit Tagen, wie die Gäste trockenen Fußes das Fahrgeschäft betreten, dann während der Fahrt in einen Regenschauer geraten und klitschnass aussteigen.
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Starke Regenschauer gehören inzwischen zum Alltag. An besonders schlimmen Tagen öffnen einige Buden sogar erst später.
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Sogar einige Lieferanten verspäten sich wegen des schlechten Weters, berichten die Schausteller.
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Doch besonders die Wartezeiten auf die großen Pumpwagen verlängern sich täglich. Der Boden ist mit den Wassermassen bereits völlig überfordert.
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Das zeigt auch ein Blick auf die Wagen der Schausteller. Diese stehen meist hinter den Geschäften, wo der Boden nicht gepflegt wird.
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Der Wetterbericht verspricht, dass es keinen Dauerregen geben wird. Am Freitag soll es bis zum Abend aber immer wieder Schauer geben. Auch für Samstag wurden bis zum Nachmittag Regenfälle vorhergesagt. Erst am Abend soll es beständiger werden. Das gute Wetter soll zum Kirmesabschluss aber den gesamten Sonntag halten.