Arbeiten bei 50 Grad: Schausteller schwitzen um die Wette
VON VASSILIOS KATSOGRIDAKIS - zuletzt aktualisiert: 19.07.2006 - 18:06Düsseldorf (dto). Das Sommerwetter lässt die Schausteller auf der Kirmes schwitzen. Einen der heißesten Arbeitsplätze auf der Kirmes hat Vera Wilmering in ihrer „kleinen Mühle“. Durch den Grill wird es über 50 Grad warm. Nach 17 Uhr scheint dann auch noch die Sonne auf die Imbissbude. „Hier gibt es Sauna und Sonnenbrand gratis“, scherzt Vera Wilmering, die trotz allem gut gelaunt und fröhlich bleibt. Roberto vom Ausschank des "Kuhstalls" hat zwar einen etwas kühleren Arbeitsplatz, kennt aber trotzdem gute Tricks gegen das heiße Wetter. Zu seiner Lieblingsbeschäftigung gehört Eiswürfel auf die Stirn reiben.
Dagegen tanzt Schausteller Klaus am „Airwolf“ aus der Reihe und scheint weder zu schwitzen, noch zu leiden: „Ich bin mit den Temperaturen zufrieden. Mir ist nicht zu warm.“ Dass es in seinem Kartenhäuschen kühler als im Freien ist, liegt allerdings an einer Klimaanlage. Wer keine Klimaanlage hat lässt meist den Ventilator rotieren, was Ernst F. Wolter vom Stand „Tausend und eine Nacht“ jedoch mit einem Kopfschütteln quittiert. Er nennt seinen Ventilator „Miefquirl“ und erklärt, dass dieser eigentlich nichts bringe. Wolter setzt stattdessen auf kaltes Trinkwasser, das er aus seinem kleinen Kühlschrank im Stand immer parat hat.
Schausteller Bernd steht den ganzen Tag in der prallen Sonne: „Da hilft nur eins. Ab und an in den Rhein springen. Wobei der auch rund 25 Grad warm ist und keine richtige Abkühlung bringt.“ Abkühlung benötigt auch Matthias Ters vom Fahrgeschäft „Frisbee“. Er erzählt, dass man für seinen Job bei dem extremen Wetter einen starken Kreislauf nötig hat: „Bei 40 Grad sorgen die Ventilatoren nicht wirklich für Abkühlung, sondern nur dafür, dass die Luft nicht steht.“
„Gegen die Hitze gibt es keine Tricks. Da muss man durch“, erklärt Schausteller Alex vom Eurostar. Dabei versucht er es auf die klassische Weise: „Tür auf, Fenster auf, dann geht es schon.“ Kein Trick, sondern lebensnotwenig: Christoph Müller von der „Alpina Bahn“ trinkt schätzungsweise vier bis sechs Liter Apfelschorle und Eistee am Tag. „Das freundliche Publikum hier auf der Düsseldorfer Kirmes macht die Hitze angenehmer“, erklärt der Schausteller.
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