Größte Kirmes am Rhein: Unfall sorgte für Staus nach Kirmes-Feuerwerk
VON ARNE LIEB - zuletzt aktualisiert: 26.07.2011 - 02:30Düsseldorf (RP). Nach dem Ende der Düsseldorfer Kirmes laufen die Abbauarbeiten auf den Oberkasseler Rheinwiesen. Bis Mitte nächster Woche müssen die Geschäfte demontiert sein. Danach wird die Wiese gereinigt.
Eine Spezialfirma bessert anschließend größere Schäden im Boden aus und sät neues Gras. Wie lange es dauert, bis die Wiesen aussehen wie vor der Kirmes, ist noch nicht abzusehen. Dies hängt unter anderem von der Witterung ab.
Derweil zeigt sich, dass das Sicherheitskonzept der Kirmes nach dem Feuerwerk am Freitag auf eine harte Probe gestellt wurde. Während sich an dem bestbesuchten Kirmesabend nach 23 Uhr große Menschenmassen durch die Wege schoben und Sicherheitskräfte eingreifen mussten, gab es auch im Verkehr Probleme.
Nachdem ein Jugendlicher auf der Ausfahrt von der Rheinknie-Brücke angefahren worden war und behandelt werden musste, war die Rampe gesperrt, über die Autos aus der Innenstadt auf den Kirmesparkplatz gelangen. Erst nach dem Ende des Rettungseinsatzes nach etwa 30 Minuten war sie wieder befahrbar. Damit war die wichtigste Zufahrt zur Kirmes blockiert: Belsenstraße, Luegallee und die Oberkasseler Brücke Richtung Innenstadt waren an diesem Abend für Autos gesperrt.
Eine Folge des Unfalls: Ausgerechnet zu der Zeit, als nach dem Feuerwerk viele Besucher nach Hause wollten, kamen die Taxis nicht mehr durch auf den Halteplatz. Dort warteten zu dieser Zeit Hunderte Menschen. Taxifahrer berichten von einer chaotischen Situation und aufgebrachten Fahrgästen. Besucher versuchten, aus dem laufenden Straßenverkehr auf der Brücke Taxis anzuwinken und über Umwege in die Innenstadt zu gelangen.
Die Taxis dürfen normalerweise nur auf dem Halteplatz Fahrgäste aufnehmen. "Wenn der Halteplatz nicht anfahrbar ist, gilt diese Regel natürlich nicht", sagt Dennis Klusmeier von Taxi-Düsseldorf. Insgesamt sei das Verkehrskonzept der Kirmes aus Sicht der Taxifahrer aber zufriedenstellend gewesen.
Auf den Kirmesstraßen hatte sich nach dem Feuerwerk gegen 23 Uhr offenbar kurzzeitig eine brenzlige Situation entwickelt. Menschenmassen stauten sich zwischen Schlösser-Zelt und Alpina-Bahn. Einige Minuten war es so voll, dass die Besucher nicht mehr vorwärts kamen. Augenzeugen berichten, einige Besucher seien über Absperrungen geklettert, um aus der Enge zu entkommen. Sicherheitskräfte hatten eine Kette gebildet, um zu verhindern, dass noch mehr Menschen in den verstopften Bereich drängelten. Zuströmende Besucher wurden in Fluchtgassen abgeleitet.
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