Tour de Düsseldorf und Meilenwerk: Klassiker auf großer Fahrt
VON MARK KEPPLER - zuletzt aktualisiert: 10.07.2005 - 09:50Düsseldorf (dto.) Liebevoll gepflegte Schmuckstücke mit schnittigen Formen, geschwungenen Linien und jeder Menge Chrom - dieses Wochenende stand in der Altstadt ganz im Zeichen historischer Straßenkreuzer. Die ‘Tour de Düsseldorf’ und das Oldtimer-Treffen des ‘Meilenwerk’ lockten mit über 300 Liebhaberfahrzeugen zehntausende ‘Classic Car’-Fans zum Schwärmen, Staunen und Benzin-Talk an die Rheinuferpromenade.
“Power für das Meilenwerk”, unter diesem Motto startete in diesem Jahr die vierte Auflage der Tour de Düsseldorf, einer Rally für französische Oldtimer, im Rahmen des Frankreichfestes. Schon am frühen Samstagvormittag brach der Burgplatz fast aus den Fugen, denn über 150 historische Autos aus dem Land der Tricolore reihten sich zur Startaufstellung aneinander. Für tausende Besucher mit Benzin im Blut war das Starterfeld eine wahre Freude: alte Gangsterlimousinen im Stil der 30er Jahre, Alltime-Klassiker wie die Ente und echte Raritäten aus den 10er und 20er Jahren gab es zu bewundern.
Viele Teilnehmer der Veranstaltung waren schon seit der ersten Rally vor vier Jahren mit am Start. “ Wir sind schon seit dem ersten Mal mit dabei und es macht jedesmal riesigen Spaß. Man trifft natürlich viele Gleichgesinnte, die die Leidenschaft für diese französischen Schätze teilen”, erzählte die Familie Bertram, die mit ihrem Citroen ID 19 an den Burgplatz gekommen war. Um elf Uhr fiel dann der Startschuss und die 150 Klassiker machten sich auf den 130 Kilometer langen Weg der Tour quer durch den Rhein-Kreis Neuss.
Während der französische Auto-Corso vom Burgplatz knatterte, rollten schon die nächsten Traumkarossen an, denn neben der Tour de Düsseldorf fand an der Rheinuferpromenade auch noch das Oldtimer-Treffen des “Meilenwerk” statt. “Das Meilenwerk ist ein Forum für Fahrkultur das bisher seinen Sitz in Berlin hat. Und ab dem nächsten Jahr wollen wir mit unserem neuen Standort Düsseldorf allen Oldtimer-Besitzern und Liebhabern aus der Düsseldorfer Region eine Plattform für ihr Hobby bieten, wo sie Gleichgesinnte treffen können und die Dienstleistungen von über 30 Fachbetrieben rund um das Thema Oldtimer in Anspruch nehmen können”, erklärt Martin Halder das Konzept des Meilenwerk.
Für die Macher des Meilenwerk war die Tour de Düsseldorf eine ideale Gelegenheit ihr Forum vorzustellen und neben den Rallyteilnehmern waren über 150 weitere Oldtimer-Besitzer der Einladung ihr “Schätzchen” an der Rheinuferpromenade zu präsentieren gefolgt. Und auch hier gab es unzählige klassische und seltene Karossen zu bewundern. Von amerikanischen Traumautos der 60er wie Ford GT40 oder Corvette über britische Luxuskarossen der Marken Rolls Royce oder Jaguar bis zu zeitlosen Liebhaber-Klassikern wie VW Käfer oder Mercedes SL war hier Alles vertreten. Bei so viel Chrom und Lack kamen viele Besucher richtig ins Schwärmen. “Mich begeistern vor allem diese alten Formen der Fahrzeuge. ich könnte mir schon vorstellen mir in einigen Jahren auch mal so einen Oldtimer zuzulegen, am liebsten einen Mercedes Pagode”, erzählt Wolfdieter Albrecht begeistert.
Wer sich nach dem Flanieren entlang des Rheinufers eine entspannte Pause im französischen Stil gönnen wollte, konnte dies auf der Mühlenstrasse und im Innenhof des Stadthauses tun, denn dort gab es savoire-vivre mitten in Düsseldorf. Bereits zum fünften Mal feierten hier Franzosen und Rheinländer das alljährliche Frankreichfest unter der Schirmherrschaft von OB Erwin und französischen Generalconsul Jacques Moreau. Bei kulinarischen Leckereien und einem Glas Wein oder Champagner ließ es sich dort auch ausgezeichnet von exklusiven Oldtimern träumen.
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