Flingern: Kleinkind bei Verpuffung in Wohnung verletzt
zuletzt aktualisiert: 14.07.2009 - 15:03Im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Behrenstraße in Flingern hat es am Dienstagmorgen eine Verpuffung gegebeben. Ein dreijähriges Mädchen erlitt nach Angaben der Feuerwehr durch eine Stichflamme Verbrennungen ersten Grades an beiden Armen. Grund für die Verpuffung war unsachgemäßer Umgang mit einer Luftmatratze.
Der Mieter der Wohnung, ein 45-jähriger Mann, erlitt nur eine kleine Verbrennung am Unterarm, die nicht behandelt werden musste. Das Wohnzimmer der Wohnung wurde durch die Verpuffung verwüstet.
Durch die Druckwelle wurde die Wohnzimmerwand im Erdgeschoss einige Millimeter ins Treppenhaus hineingedrückt. Eine etwa zehn Quadratmetergroße Leichtbauwand wurde zerstört. Fensterscheiben gingen zu Bruch.
Das betroffene Mehrfamilienhaus und das Nachbarhaus mussten evakuiert werden. Etwa 23 Personen mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Polizei sperrte die Behrenstraße ab. Im Keller und im Erdgeschoss brachte die Feuerwehr zur Sicherheit Stützen an, um die Decke zu sichern. Nachdem ein Statiker die Häuser begutachtet hatte, konnten die Bewohner sie wieder betreten - bis auf die Wohnung, in der sich die Verpuffung ereignet hatte.
Ursache der Verpuffung war ein unsachgemäßer Versuch, eine Luftmatratze zu reparieren: Der 45-Jährige hatte am Montagabend ein lösungsmittelhaltiges Riefenfüllmittel in die 1,40 mal zwei Meter große Luftmatratze gefüllt, um ein Loch zu stopfen. Am Dienstagmorgen wollte er mit einem elektrischen Gebläse noch einmal Luft nachpumpen. Dabei entwickelte sich eine große Stichflamme und eine Druckwelle.
Gegen den 45-Jährigen ermittelt die Polizei nun wegen des fahrlässigen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Der Schaden liegt laut Feuerwehr bei etwa 20.000 Euro. Um 11.10 Uhr war der Einsatz für die 30 Feuerwehrmänner zu Ende.
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