Entwürfe präsentiert: Kö-Bogen: Die ersten Details
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 05.11.2008 - 08:03Düsseldorf (RPO). Hinter fest verschlossenen Türen trafen sich gestern Vormittag die Mitglieder der Kleinen Kommission Kö-Bogen beim Stadtplanungsdezernenten Gregor Bonin: Friedrich G. Conzen, Andreas Hartnigk, Alexander Fils und Friedrich Hassbach (alle CDU), Clara Deilmann (Grüne) und Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP). Die SPD ist nicht in der Kommission, weil sie das Projekt als Ganzes ablehnt.
Damit berauben sich die Genossen auch näherer Informationen. Denn Anlass des Treffens war die Präsentation der Entwürfe für die Bebauung des Jan-Wellem-Platzes. Die war europaweit ausgeschrieben worden. Weil es sich um ein hochsensibles Verfahren handelt, kamen die eingereichten Ideen sogleich wieder unter Verschluss.
Im Wettbewerb sind noch zwei Investoren mit zwei Star-Architekten: MAB Development aus Frankfurt mit Jürgen Mayer H. und „Die Developer“ aus Düsseldorf mit Daniel Libeskind. Im Februar soll der Rat entscheiden, welches Team den Zuschlag bekommt. Der Rheinischen Post wurden aus dem Kreis der Kommission Details bekannt.
So soll sich Jürgen Mayer H. für eine zum Hofgarten hin geöffnete Lösung entschieden haben. Flammen- oder fingerartig, so heißt es, ragen Teile der Bauten filigran Richtung Park. Dies werde vor allem von oben gesehen deutlich. Die Fassade sei aus Glas. Als Nutzung vorgesehen seien Einzelhandel und Gastronomie in den unteren, Wohnungen in den oberen Etagen und dazwischen Büros. Vom Schadowplatz gebe es eine ebenfalls flammenförmige Einkerbung mit Durchgang zum Hofgarten.
Auch Daniel Libeskind beziehe sich auf den denkmalgeschützten Park, so Teilnehmer. In den Schrägen der geometrisch gebrochenen Fassade baue er Bepflanzungen ein. Die Fassade sei zwar nicht so offen wie bei Mayer, nehme jedoch die Vertikale des Dreischeiben-Hauses auf. Vom Schadowplatz aus führe ebenfalls ein Durchgang zum Park, darüber verbinde eine Art gläserne Brücke die beiden Gebäude.
Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass es sich um zwei architektonisch hochwertige Entwürfe handelt.
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