Düsseldorf: Kö-Bogen: Erstes Treffen der Jury
VON DENISA RICHTERS - zuletzt aktualisiert: 08.11.2008 - 14:38Düsseldorf (RPO). Während um den ersten Teil, die Bebauung des Jan-Wellem-Platzes, mit Jürgen Mayer H. und Daniel Libeskind zwei Top-Architekten buhlen, sind für den zweiten Abschnitt noch 30 Büros im Wettbewerb. Sie sollen Ideen für den Bereich zwischen Theatermuseum und Johanneskirche entwickeln.
Es. war eine große Runde, die gestern Nachmittag im Saal der Johanneskirche zusammen kam: Vertreter aller 30 Architektenbüros, die sich am internationalen städtebaulichen Wettbewerb zum zweiten Bauabschnitt des Projekts Kö-Bogen beteiligen, Stadt-, Verkehrs- und Landschaftsplaner aus dem Rathaus und das elfköpfige Preisgericht, das am Ende des Verfahrens entscheiden soll, nach welchem Entwurf das Herz der Innenstadt gestaltet werden soll. Der Wettbewerb ist mit 150 000 Euro dotiert.
„Es herrschte eine sehr gute, konstruktive Stimmung“, sagte Jury-Mitglied Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Mit dabei ist diesmal auch die SPD. „Wir können uns ja nicht nehmen lassen, ein Wort mitzureden“, betont Fraktionschef Günter Wurm. Beim ersten Abschnitt mit der Bebauung des Jan-Wellem-Platzes, um die sich die Top-Architekten Jürgen Mayer H. und Daniel Libeskind bewerben, sitzt die SPD hingegen nicht in der zuständigen Kleinen Kommission.
Die Details dieses Wettbewerbs: Planungsgebiet Der Bereich, den die Architekten gestalten sollen, reicht von der Maximilian-Weyhe-Allee im Norden zur Johanneskirche im Süden. Das Gebiet umfasst Cornelius-, Schadow- und Gustaf-Gründgens-Platz, reicht bis zur Bleichstraße in die Schadowstraße hinein. Wettbewerbsaufgabe Der gesamte Raum – ausgenommen bestehende Gebäude und die Neubauten von Bauabschnitt 1 – soll städtebaulich neu gestaltet werden.
Die Teilnehmer sollen aufzeigen, wo neue Baufelder entstehen könnten und wo Freiflächen notwendig sind. Erwartet werden Lösungen für den neu entstehenden Übergang von der Kö zum Hofgarten. Neu gestaltet werden sollen auch die Gebäude zwischen Gründgens-Platz und Bleichstraße sowie auf der Tuchtinsel. Bei all dem spielen die Beziehung zum Dreischeiben- und Schauspielhaus sowie Johanneskirche eine Rolle.
Teil der Aufgabe sind ebenso neue Verkehrsführungen, die durch den Bau der Tunnel zwischen Theatermuseum, Berliner Allee, Schadowstraße und Heine-Allee entstehen. Teilnehmer Zehn Büros hatte die Stadt eingeladen (u.a. jfa Paris, Joe Coenen Maastricht, David Ajaye London), 20 weitere hatten sich beworben (u.a. APB Hamburg, Make Architects London, Annabau Berlin, rha Aachen, Fürst Architects Düsseldorf, RKW Düsseldorf). Zeitlicher Ablauf Bis 19. Dezember müssen alle Teilnehmer anonym ihre Entwürfe abgeben.
Daraus wählt die Jury am 23. Januar 2009 zehn aus. Diese werden im Februar an zwei Abenden mit Öffentlichkeitsbeteiligung präsentiert. Es folgt die nicht mehr anonymisierte Wettbewerbsphase. Am 3. April entscheidet die Jury über die Sieger.
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