Zehn Themen und die OB-Kandidaten: Kö-Bogen und Tausendfüßler
zuletzt aktualisiert: 29.08.2008 - 09:06Am Sonntag wählen die Bürger der Landeshauptstadt ein Stadtoberhaupt, das für sechs Jahre im Amt bleibt. Insgesamt treten sieben Kandidaten zur Wahl an. Es gilt jedoch als sicher, dass das Rennen zwischen Karin Kortmann (SPD, Grüne) und Dirk Elbers (CDU) entschieden wird. Um den Wählern die Entscheidung zu erleichtern, haben wir beiden ein letztes Mal Fragen zu wichtigen Vorhaben und Ärgernissen gestellt.
Elbers:
Die europaweite Ausschreibung läuft, wir rechnen mit guten Ergebnissen. Wichtig ist mir jedoch, dass es eine luftige Bebauung wird mit Geschäften sowie Gastronomie im Erdgeschoss und viel Aufenthaltsqualität für die Bürger. Das wird besonders mit der durchdachten langen Tunnellösung erreicht. Der Abriss des Tausendfüßlers ist Bestandteil der Gesamtplanung des Kö-Bogens und politisch schon beschlossen.
Kortmann:
Die erste Chance, die die Stadt hatte, war, sich erst gar nicht auf eine Investorenplanung einzulassen, sondern über einen städtebaulichen Wettbewerb Ideen für die Bebauung Jan-Wellem-Platz einzuholen. Stattdessen mussten die Stadtverantwortlichen dann feststellen, dass sie zu einer europaweiten Ausschreibung verpflichtet sind. Ob die jetzt allerdings noch dazu führt, dass sich positive Veränderungen (Baukörper, Nutzung, Einbindung in die Stadtplanung, Übergang zum Hofgarten) niederschlagen, kann ich nicht ermessen.
Sollte es aber so sein, dass Stararchitekten wie Liebeskind und Foster trotz ihres Interesses, wegweisende Architektur in Düsseldorf aufzubauen, nicht mehr im Rennen sind, dann ist das mehr als bedauerlich. Denn Bauten wie das Dreischeibenhaus, das Schauspielhaus, die Gehry-Bauten oder der Landtag, das sind Meisterleistungen ihrer Zeit. Dafür sollte auch die Bebauung Jan Wellem Platz stehen; mit dem dann sanierten und in die Lichtkomposition der Stadt eingebundenen Tausendfüßler. Der ist nämlich auch für viele Düsseldorfer ein Wahrzeichen.
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