Elvers-Elbertzhagen, Calmund und Heinersdorff: Kö-Talk: Luder, Fußball und Boulevard
zuletzt aktualisiert: 18.02.2005 - 11:01Düsseldorf (dto). Was machen Jenny Elvers-Elbertzhagen, Reiner Calmund und René Heinersdorff am Donnerstagabend in der Kö-Galerie? Sie plaudern mit Moderator Jan Hofer beim Kö-Talk. Das Publikum erlebte das ungleiche Trio, das sich gekonnt in Szene brachte und über die Faszination des Boulevard, Fußball und Jennys Zeiten als "Partyluder" plauderte.
Deutlich munterer und mit direkteren Fragen als beim letzten Mal ging es am Donnerstagabend in der Kö-Galerie beim Kö-Talk zu. Mit spitzer Zunge aber auch einer gehörigen Portion Selbtstironie erzählte Serien-Camper und Theatermacher Rene Heinersdorff von der Faszination Theater und der Entwicklung, die Boulevard im Fernsehen einnimmt. "Schlechter Stoff funktioniert auch nicht mit guten Schauspielern", sagte er. Gleichzeitig machte er auch die Erkenntnis, dass „das Publikum nicht zu Iris Berben und Senta Berger kam, aber als Horst Buchholz besoffen zusammenbrach und als Jenny Elvers-Elbertzhagen spielte.“
Die ehemalige Heidekönigin saß locker und natürlich neben Reiner Calmund und berichtete von ihrer Wandlung vom ehemaligen Partyluder zur berufstätigen Mutter. Ja, sie könne auch putzen und ja, sie habe jahrelang mit ihrem Privatleben in den Medien gespielt. Damit sei aber nun Schluss. "Ich bin erwachsen geworden, es gibt keine Homestories mehr von mir und wer meine Grenzen nicht akzeptiert, gegen den wehre ich mich", so Elvers-Elbertzhagen, die selbst auch gerne anderen Frauen ins Dekollette schaut. Vor Jahren hatte sie eine kleine Rolle bei Baywatch, lernte dort auch Pamela Anderson kennen und eben auch ihr Dekollette. Dass sie auch David Hasselhof am Strand deutsche Volkslieder singen gehört hat, verwundert dabei kaum.
Den schmerzlichen Abschied eines Fußballbegeisterten vom geliebten Club-Manger beschrieb Reiner Calmund. Der Druck sei irgendwann einfach zu groß gewesen, "ich konnte mich irgendwann auch nicht mehr über Siege freuen", so Calmund, der in den letzten vier Monaten 15 Kilo abgenommen hat. "Aber ich habe keine Diät gemacht, einfach nur mal etwas mehr Salat und Fleisch gegessen und auf Brot und Nudeln verzichtet." Der Schiedsrichterskandal habe seine Vorstellungskraft völlig gesprengt, auch wen er jetzt die Verfolgung auf Hoyzer als "Hexenjagd" empfindet. Seine Entscheidung, sich bei Kerner in einer Talkshow zu erklären habe er dennoch als nicht glücklich empfunden.
Glücklich macht ihn allerdings die neue LTU-arena in Düsseldorf. "Das ist das beste Stadion, was wir zurzeit in Deutschland haben", sagte er. Dennoch dürften die Düsseldorfer jetzt nicht darauf hoffen, ein WM-Spiel abzubekommen, weil es Dortmund schlecht geht. "Ich bin sicher, dass in Dortmund ein WM-Spiel stattfindet."
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