Erwin und Labisch unterzeichneten Vereinbarung: Konfuzius-Institut in Düsseldorf
zuletzt aktualisiert: 27.06.2006 - 14:33Düsseldorf (dto). Die Botschaft der Volksrepublik China, die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Heinrich-Heine-Universität wollen die deutsch-chinesische Zusammenarbeit weiter verstärken. Das Ziel: die Gründung eines "Konfuzius-Instituts zur Verbreitung der chinesischen Sprache und Kultur" am Rhein. Am Dienstag unterzeichneten Oberbürgermeister Joachim Erwin und Uni-Rektor Professor Alfons Labisch im Rathaus eine entsprechende Rahmenvereinbarung.
Das mit dem nationalen chinesischen Erziehungsministerium verbundene "Office of Chinese Language Council International" (Hanban) - vergleichbar mit dem Goethe-Institut - hat die Aufgabe, zur weltweiten Verbreitung der chinesischen Kultur und Sprache beizutragen. Hanban etabliert dazu auf allen Kontinenten Konfuzius-Institute, meist in Zusammenarbeit mit Universitäten. Das erste Institut entstand 2004 in Seoul. In Deutschland wurden ein Hauptstadtinstitut in Berlin und ein Institut in Erlangen-Nürnberg gegründet. Das Konfuzius-Institut in Düsseldorf wird chinesische Sprachkurse und -tests, Seminare zur Landeskunde und zur Kultur, eine umfangreiche Bibliothek und eine weitere Palette von Aktivitäten bieten.
Die Beziehungen der Landeshauptstadt zu China bestehen seit mehr als 20 Jahren. 2004 schlossen Düsseldorf und Chongqing eine Städtepartnerschaft ab. Gleichzeitig startete Düsseldorf eine China-Offensive ("China goes DUS - DUS goes China"). Im Juni 2004 nahm das "China-Kompetenzzentrum" bei der Wirtschaftsförderung seine Arbeit auf. Inzwischen ist das Kompetenzzentrum in Deutschland die größte Einrichtung einer Kommune, die Dienstleistungen für chinesische und deutsche Firmen anbietet. Weitere Aktivitäten: Das "Düsseldorf China Center DCC" auf der Königsallee organisiert Kulturwochen und Wirtschaftveranstaltungen, und der "Chinesische Industrie- und Handelsverband CIHD" vertritt die Interessen chinesischer Unternehmen.
Die Universität unterhält seit zwei Jahrzehnten einen Austausch in Lehre und Forschung mit renommierten chinesischen Hochschulen wie der Universität Peking (Partnerschaft seit 1987) und der Beijing Foreign Studies University.
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