Weltstars auf der Bühne: Konzertmarathon im Juni
zuletzt aktualisiert: 25.05.2007 - 08:47Der Juni hat es in sich. Gleich acht Top-Konzerte stehen in den beiden Hallen und der LTU-Arena an. Los geht’s am 6.Juni mit der amerikanischen Sängerin Tori Amos in der Philipshalle. Bekanntheit erlangte die 43-Jährige in den frühen 90er vor allem durch ihre lyrischen und gefühlsbetonten Texte. Einige ihrer bekanntesten und erfolgreichsten Lieder sind „Crucify“ und „Cornflake Girl“. Ihrer großen Fangemeinde verdankt die rothaarige Pianistin den Verkauf von zwölf Millionen verkauften Tonträgern weltweit.
Ruhig ist es in den vergangenen Jahren um Bryan Adams geworden. Sein letztes Studio-Album „Room Service“ schnellte 2004 an die Spitze der Charts. Ins Gedächtnis der Rock-Fans haben sich lange zuvor Songs wie „Summer of 69“, „Run to you“ und „Heat of the night“ eingegraben. Dass er es auch auf die sanfte Tour kann, bewies Adams mit „Heaven“ und vor allem mit „(Everything I Do) I Do It for You“. Bryan Adams gastiert ebenfalls in der Philipshalle - am 10.Juni.
Garant für soliden Metal
Eine härtere Gangart schlagen Iron Maiden an. Seit den 80ern sind sie eine der beständigsten und kommerziell erfolgreichsten MetalBands. Ihre Musik war dabei stilprägend und bedeutsam für nachfolgende Bands der unterschiedlichsten Metal-Subgenres. Die Band wurde 1975 in Großbritannien gegründet und veröffentlichte 1980 ihr erstes Album. Mit „Piece of Mind“ (1983) und „Powerslave“ (1984) gelang der Iron Maiden der kommerzielle Durchbruch. Weitere Alben festigten den Ruf der fünf Musiker als Garant für soliden, technisch perfekten melodischen Metal. Nach längerer Abstinenz, Querelen und Umbesetzungen schafften Iron Maiden im vergangenen Jahr mit ihrem Album „A Matter of Life and Death“ Platz eins in Deutschland. Ihr für Duisburg geplantes Konzert am 17.Juni wurde in den ISS Dome verlegt.
Dort spielen auch Pearl Jam. Mit Nirvana haben sie in den frühen 90ern Grunge populär gemacht. Das Album „Vs.“ verkaufte sich in der Woche der Veröffentlichung über 950000 mal und stellte damit einen Rekord auf, der mehrere Jahre hielt. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere spielten drei der Bandmitglieder in Cameron Crowes Film „Singles“, für den Pearl Jam auch zwei Titel zum Soundtrack beisteuerten, als Mitglieder der Filmband „Citizen Dick“ mit. Im vergangenen Jahr veröffentlichten sie ihr aktuelles Album „Pearl Jam“. Ursprünglich sollten sie am 21.Juni in der LTU-Arena spielen, wegen der geringen Kartennachfrage wurde das Konzert in den Dome verlegt.
Vier Tage später, am 25.Juni, gibt es in der Philipshalle ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Lou Reed tourt mal wieder durch die Lande. Er kündigt eine spektakuläre Aufführung seines legendären 1973er Albums „Berlin“ an. Reed und seine Band werden bei seinem von Kritikern bejubelten Song-Zyklus ‚Berlin‘ von Streicher- und Bläser-Sätzen begleitet. Das Album zeichnet sich durch seine bedrückende Stimmung aus und enthält Songs wie „Caroline Says II“, „The Kids“, und „Sad Song“.
Melancholisch und mit einem Hang zum Dramatischen kommen auch Placebo am 26.Juni in der Philipshalle daher. Bei ihren umjubelten Auftritten bei Rock am Ring und Rock im Park entpuppten sich Placebo zuletzt als heimlicher Headliner und im Herbst 2006 begeisterten sie auf ihrer Deutschlandtour rund 38000 Menschen vor ausverkauften Hallen. Längst hat sich das Trio um den charismatischen Frontmann Brian Molko zu einem der größten und besten Alternative-Acts entwickelt.
Mit großer Spannung wird das Comeback von Genesis erwartet. Erstmals seit 15 Jahren geht die Kultband wieder auf Tour. Mit „Turn It On Again - the tour“ gastiert die Band mit Tony Banks, Phil Collins und Mike Rutherford am 26.und 27.Juni in der LTU-Arena. Genesis zählen ohne Zweifel zu den größten Bands aller Zeiten. Über drei Dekaden umspannt die Karriere der britischen „Supergroup“, die in den 70er Jahren zu den einflussreichsten Vertretern des so genannten Progressive-Rock gehörte und in den 80ern und 90ern nach einer unglaublichen musikalischen Verwandlung mit leicht zugänglichem Pop die internationalen Hitlisten eroberte.
Dance und Pop aus Frankreich
Zum Abschluss des Konzertmarathons gibt es was für Eingeweihte. Als Pioniere der elektronischen Musik haben Daft Punk die Welten von Dance und Pop mit ihrer Flexibilität und ihrem Erfindungsreichtum verblüfft, seit sie 1997 mit ihrem weltweit zwei Millionen Mal verkauften Debüt „Homework“ und den Hits „Da Funk“ und „Around The World“ aus der Szene explodierten. Ihr Album „Human After All“ stellen die Franzosen am 29. Juni in der Philipshalle vor.
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