Malkasten-Park: Kritik an Eintrittsgeld
zuletzt aktualisiert: 08.05.2009 - 07:41Düsseldorf (RPO). Zwei Euro müssen Besucher bezahlen, die den historischen Park des Künstlervereins Malkasten, der am Mittwoch eröffnet wurde, besichtigen wollen. Dabei waren es vor allem öffentliche Gelder – die Kosten betrugen rund eine Million Euro – die die Restaurierung ermöglicht haben.
"Und wenn öffentliche Mittel fließen, dann muss die Anlage eigentlich auch frei sein", sagt Walburga Benninghaus, die für die SPD im Kulturausschuss sitzt. "Ich kann die Bedenken des Vereins verstehen, denke aber, dass der Park trotzdem offen bleiben muss", sagt Marit von Ahlefeld (Grüne). Auch bei der Abstimmung von RP Online sprach sich die große Mehrheit gegen ein Eintrittsgeld aus.
Der Verein, der den Park unterhält und Ausstellungen im Freien organisieren will, erhofft sich von dem Eintrittsgeld, dass der Garten, in dem einst Goethe flanierte, ein Ort der Stille bleibt. Zudem sei das Geld für Gärtnerarbeiten gedacht. "Der Verein möchte keine Massenwanderung sehen und ich kann das verstehen", sagt CDU-Bürgermeister Friedrich Conzen. Es sei erfreulich, dass der Garten jetzt überhaupt für Besucher zugänglich ist.
"Schutz und Erhalt gibt es nicht zum Nulltarif", sagt Veronika Dübgen (FDP). Doch zwei Euro halte sie für zu viel. "Als wir den Zuschuss beschlossen haben, wussten wir von einem Eintrittsgeld", behauptet Ausschussmitglied Alexander Fils (CDU), was SPD und Grüne abstreiten. Benninghaus: "Darüber ist nicht geredet worden." Dafür kündigten SPD, FDP und Grüne jetzt an, in der nächsten Sitzung des Kulturausschusses über das Eintrittsgeld diskutieren zu wollen.
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