Restaurant Archeon Gefsis für den 'Leaders Club Award 2003' nominiert: Kulinarische Zeitreise in die Antike
zuletzt aktualisiert: 28.11.2003 - 18:30Düsseldorf (dto). Etwas versteckt im Düsseldorfer Medienhafen auf der Speditionstraße liegt eine kulinarische Oase der besonderen Art, das ‚Archeon Gefsis’. Wer bei diesem griechischen Restaurant zunächst an Gyros, Tsatsiki, Pommes und überquellende Teller denkt, liegt falsch. Im ‚Archeon Gefsis“ wird nur serviert, was im antiken Griechenland Sokrates, Archimedes und Epikur auf die tönernen Teller kam. Gyros & Co kannten die alten Griechen noch nicht. Auch die Gabel galt in der Antike eher als spitzes Angriffsgerät und deshalb werden die Speisen im ‚Archeon Gefsis’ nur mit Löffel und abgerundeten Messer serviert. Für sein authentisch, antikes Gastronomie-Konzept hat das Düsseldorfer Restaurant im November den „Leaders Club Award 2003“ erhalten.
‚Archeon Gefsis’ heißt übersetzt ‚ursprünglicher Geschmack’. Die Gerichte auf der Speisenkarte des Restaurants werden auch Ansprüchen an eine moderne Vollwertküche gerecht, die auf möglichst frische und naturbelassene Lebensmittel setzt. Das fängt schon bei der Auswahl der Vorspeisen an, die so ungewöhnliche Zutaten haben, wie Birne, Sellerie oder frischen Ziegenkäse und Geflügel. Weiter geht es bei den Hauptgerichten, wie Langusten mit Zuchini-Gemüse oder Lammkottlets mit Erbsenpüree. Auch der Nusskuchen zum Dessert, der nur mit Honig gesüßt und mit frischen Feigen garniert wird, ist eine wahre Köstlichkeit. Überhaupt wird auf Zucker zu Gunsten von Honig verzichtet, nur wenig Salz und mit frischen Kräutern ergänzt und auch bei den Ölen wird nur zu hochwertigen und kaltgepressten gegriffen.
Das ‚Archeon Gefsis’ überzeugte ist im November 2003 vom Leaders Club Germany mit einem Award für herausragende Restaurant-Konzepte. Der Leaders Club ist eine Vereinigung von Gastronomen und deren Industriepartnern, die es bisher in Frankreich, Belgien, der Schweiz und Deutschland gibt. Für Gastronomie-Preis war das ‚Archeon Gefsis’ neben sechs weiteren Restaurants aus Deutschland und der Schweiz nominiert worden. Voraussetzung für die Nominierung ist, dass die Restaurants nicht länger als ein Jahr existieren dürfen. Die Jury bewertet neben Faszination der neuen Restaurant-Ideen auch deren professionelle Umsetzung.
Essen als Kulturerlebnis
Und da hat das Restaurant-Team um Gregor Wagner sicherlich gute Chancen. Recheriert wurden Rezepte aus überlieferten antiken Schriften. Dort fanden sich auch Hinweise zu antiken Ess- und Trinkgewohnheiten, sowie zur Art und Weise der Zubereitung. Das Speisen im ‚Archeon Gefsis’ möchte Wagner zu einem Kulturerlebnis machen. Die Kellner servieren deswegen auch nicht im klassischen schwarz-weißen Outfit sonder in der Tunika. Immer wieder gibt es Themenwochen.
Ab 3. November veranstaltet das Restaurant die persische Woche, denn auch die Perser haben ihre Spuren in der antiken griechischen Küche hinterlassen, nachdem sie im 5. Jahrhundert vor Christus Griechenland überfallen haben. Die brachten nicht nur Angst und Schrecken über die Griechen sondern auch ihre Ess- und Trinkgewohnheiten, ihre Düfte und Musik mit denen das ‚Archeon Gefsis’ in der ersten Novemberwoche seine Besucher verzaubern möchte.
Von Stefan Felten
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