Für sein Lebenswerk ausgezeichnet: Kyoto-Preis für Jürgen Habermas
zuletzt aktualisiert: 11.06.2004 - 12:26Düsseldorf / Neuss (dto). Der Philosoph und gebürtige Düsseldorfer Jürgen Habermas bekommt für sein Lebenswerk den diesjährigen Kyoto-Preis. Die japanische Auszeichnung für Verdienste um Wissenschaft und Kultur ist mit rund 400.000 Euro dotiert und gehört zu den weltweit höchsten Ehrungen in diesem Bereich.
Sie wurde 1984 von Kazuo Inamori, dem Gründer des japanischen Technologie-Konzerns Kyocera, ins Leben gerufen. Nach dem Indologen Paul Thieme ist der gebürtige Düsseldorfer Habermas der zweite Deutsche, der den Preis erhält, wie die Kyocera Fineceramics GmbH am Freitag in Neuss mitteilte.
Der Kyoto-Preis wird in den Kategorien Kunst und Philosophie, Hochtechnologie sowie Grundlagenforschung vergeben. Neben Habermas werden der amerikanische Computer-Experte Alan Curtis Kay in der Sparte Hochtechnologie und der amerikanische Krebsforscher Alfred George Knudson für seine Grundlagenforschung ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 10. November im Beisein der kaiserlichen Familie im japanischen Kyoto statt.
Jürgen Habermas gilt als einer der einflussreichsten deutschen Philosophen und prominenter gesellschaftspolitischer Vordenker. Der emeritierte Professor der Universität Frankfurt am Main befasste sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit unter anderem mit der Gesellschaftsstruktur, Kommunikationstheorien und der Erforschung der Lebensbedingungen in einer wissenschaftlich-technischen Welt.
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