Grüne fordern: Lärmschutz für Quartier Central
zuletzt aktualisiert: 08.09.2009 - 07:38Düsseldorf (RPO). Die Forderungen von Bewohnern des Quartier Central nach Lärmschutz erhalten politischen Rückenwind. In der Sitzung des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung morgen im Rathaus beantragen die Grünen, dass schnellstmöglich Maßnahmen für das Neubaugebiet in Derendorf und Pempelfort getroffen werden. Damit wollen sie Druck auf die Stadtverwaltung und den Projekt-Entwickler Aurelis machen.
Beim Spatenstich für einen 36 Hektar großen Abschnitt des Geländes und einer Entlastungsstraße vor wenigen Wochen hatten Anwohner ihren Unmut kundgetan: Sie fordern eine Versicherung, dass eine Lärmschutzwand gebaut wird, falls geplante Bürohäuser (mit bis zu 18 Geschossen) nicht gebaut werden.
Die Gebäude sollen nach Vorstellungen des Investors die Geräusche durch die nahe liegende Bahnstrecke mindern. Doch frühestens 2011 rechnet der Investor mit dem Bau des ersten Bürohauses. Ursprünglich sollten die Flächen früher vermarktet werden – allerdings hielten sich Investoren wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage zurück.
Nach Ansicht der Grünen sei es für die Bewohner des Quartier Central nicht nachvollziehbar, warum sie auf den Lärmschutz warten müssen, bis der Immobilienmarkt für die erforderliche Nachfrage sorge. Die "städtebauliche Sorge um gesunde Wohnbedingungen darf nicht von Marktzyklen abhängen", sagt ihr planungspolitischer Sprecher Norbert Czerwinski.
9000 neue Arbeitsplätze
Das Quartier Central wird im Osten durch die Bahnstrecke Düsseldorf-Duisburg begrenzt, im Norden durch die Heinrich-Ehrhardt-Brücke, im Süden durch die Brücke Am Wehrhahn. Von 360 000 Quadratmetern sind 167 000 Quadratmeter Bauland für Wohnungen, Büros (9000 Arbeitsplätze) und Dienstleistungseinrichtungen. Von 430 Wohnungen sind 420 verkauft, so Reiner Götzen von Interboden.
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