Bezirksregierung legt Luftreinhalteplan vor: Laster sollen von der Corneliusstraße verschwinden
zuletzt aktualisiert: 27.10.2004 - 14:19Düsseldorf (dto). Sie südliche Innenstadt, besonders im Umfeld der Corneliusstraße, hat ein Luftproblem. Ursache ist besonders der starke Autoverkehr. Jetzt hat die Düsseldorfer Bezirksregierung gemeinsam mit der Stadt einen Plan zur Luftreinhaltung in der südlichen Innenstadt erarbeitet, der umgehend zur Prüfung an die EU-Kommission in Brüssel weitergeleitet wird. Danach sollen Lastwagen aus dem Bereich verbannt und der Verkehr insgesamt flüssiger reguliert werden.
Nach dem Maßnahmenkatalog soll die südliche Innenstadt für den LKW-Durchgangsverkehr gesperrt werden. Betroffen wären alle Lastwagen über 3,5 Tonnen. Dazu soll die Verkehrsüberwachung durch die Stadt optimiert werden und bereits in den kommenden Wochen entsprechende Schilder aufgestellt werden.
Außerdem soll der Verkehr flüssiger über Düsseldorfs verkehrsreichste Straße fließen. Deswegen werden die Grünphasen für den Geradeaus-Verkehr auf der Corneliusstraße verlängert und die Links-abbiege-Möglichkeiten von und auf die Corneliusstraße eingeschränkt. darüber hinaus soll rigoros gegen Falschparker vorgegangen werden, vor allem wenn sie Staus verursachen. auch die Rheinbahn muss nach den vorliegenden Plänen mit schadstoffarmen Bussen durch die südliche Innenstadt fahren. Dazu wird das Verkehrsunternehmen seine Busse umrüsten müssen.
Hintergrund dieser Maßnahmen sind Messwerte des Landesumweltamtes vom vergangenen Jahr. Dabei eine Stickstoffdioxid-Konzentration von 59 Mikrogramm pro Kubikmeter Atemluft festgestellt worden. Spätestens 2010 sind jedoch europaweit nur noch 40 Mikrogramm erlaubt. Stickstoffdioxid ist ein Gas, dass bei hoher Konzentration die Atemwege schädigt.
Regierungspräsident Büssow kündigte an, dass wenn die beschriebenen Maßnahmen nicht ausreichen würden, weitere Schritte unternehmen werden, damit die Grenzwerte eingehalten werden können. "Wir werden die Entwicklung in den nächsten Monaten aufmerksam beobachten. Zwar lebe Düsseldorf in besonderer Weise von der Mobilität der hier lebenden oder arbeitenden Menschen. "Vorrang hat aber in jedem Fall die Gesundheit", so Büssow.
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